Band 
Zweiter Band.
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Fernere Berichte von du Lüc an den Hof. 147

gegen den Abt von St. Gallen aufgewiegelt und den Posten Burgim Thurgau besetzt haben, nichts übrig bleibe, als entweder sichRecht zu verschaffen oder Alles zu dulden. Man glaube in Bern,daß die Katholiken jetzt nichts unternehmen werden, daß dagegendie Protestanten diesen Zeitpunkt, den sie für günstig ansehen,benutzen wollen.

Dü Lüc habe darauf erwiedert, daß der Bund des Königsmit den Eidgenossen für beide Konfessionen gleich verbindlich sei;denn die ganze Eidgenossenschaft habe die Ehre, mit dem Königverbunden zu sein, und nicht die einzelnen Kantone. Er habeimmer getrachtet, die Einigkeit zu erhalten, und der Verdacht vonParteilichkeit könne nur aus den Gewissensbissen entstehen, davielleicht der Kanton Bern fühle, daß sein Verhalten gegen denKönig nicht so sei, wie seine Schuldigkeit es erfordern würde.

Der Oberst von Erlach habe eingestanden, daß der AmbassadorRecht habe, worauf sie mit einander die Beweise der Parteilich-keit der Berner für die Feinde des Königs aufgezählt haben.Die Kornmagazine, die Waffensendungen, die Sendung des St.Saphorin nach Deutschland und dem Haag, und endlich, daßman es duldete, daß die Schiffe in Morges die savoyische Flaggeaufziehen: Alles dieses beweise genügend, daß der Kanton Bernsich Verbündeter des Königs nenne, nur um ihn besser betrügenund ihm schaden zu können. Der schon genannte Herr von Er-lach habe willig die Verurtheilung seines Schwiegervaters Wil-lading angenommen, und den Ambassador mit den stärksten Wor-ten versichert, daß sein Eifer für den Dienst Sr. Majestät alleProben bestehen würde; daß er Alles anwende, Willading ausandere Gesinnungen zu bringen; wenn es ihm aber nicht ge-linge, so hoffe er von der Gerechtigkeit des Königs, daß er gü-tigst dennoch seinen Eifer genehmigen werde, ohne ihn für eineSache verantwortlich zu machen, die nicht von ihm abhänge.Der Graf bemerkt ferner noch, daß die Walliser den König bitten,