Band 
Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel >1.

ihnen 2000 Flinten und eben so viele Bajonette abzutreten. DasNämliche berichtet er auch dein Kriegsminister, dem er fernermeldet, daß die Katholiken öftere Versammlungen hatten, umeinen Entschluß rücksichtlich der Protestanten zu fassen, und daß,um sich gegen die Gefahren in Sicherheit zu setzen, denen sie ihreReligion und ihre Freiheit ausgesetzt sehen, sie eine Abord-nung in das Wallis senden, um sich des Beistandes dieser Re-publik zu versichern. Den 23. Christmonat 1709 meldet er nochdem Markis von Torey, daß der Landrath im Wallis zur großenFreude der katholischen Stände erklärt habe, ihnen im Fall derNoth 1000 Mann Hülfstruppen zu schicken und mit den übrigenden Kanton Bern zu beunruhigen. Die Berner haben den Wal-lisern geschrieben, daß sie auf keine Art die Ruhe der Schweizstören wollen, und die Katholiken seien Schuld, daß das Toggen-burger und Steiner Geschäft nicht gütlich beendigt wurde. DieBerner werden um so weniger mit der Antwort der Walliserzufrieden sein, da diese die Ausfuhr des Korns gegen das Wadt-land gesperrt haben, und unter Drohungen die Schleifung einerSchanze begehren, welche die Berner auf der einen Seite einerBrücke aufgeworfen haben. 40 )

Die wahre Ursache, warum der König von Frankreich undsein Ministerium den Borschlägen des Ambassadors wegen derSchweiz und der Waldstätte kein Gehör gaben, lag theils in derErschöpfung Frankreichs, theils in den Hoffnungen eines Sepa-ratfriedens mit England, die man nicht durch ein unzeitigeöAuftreten gegen die reformirte Schweiz stören wollte, da diesekräftig von England, Holland und Preußen beschützt war. 4 ')

*°) Bd. V. S. 422. 42». 434. 463.

On csperoit quelque changement en Angleterre, dont les suitesseroient favorables à la paix. Mémoires de Torcy hei Petitot LXV11.S. 363. Als der Prinz Eugen den General Marlborough fragte, obein Separatfriede schon geschloffen sei, erwiederte er: O so nahe find