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Zweiter Band.
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Buch U. Kapitel II.

Heimes dahinter, was er gewiß auch glauben würde, wenn erihm eröffnen dürfte, was ihm im Geheimen von Bern berichtetworden. Man sage, Zürich und Bern werden eine Konferenzin Aarau halten; wahrscheinlich werden auch die katholischenKantone sich über dieses Ereigniß berathen wollen. Die Ange-legenheit sei bedenklich, und die Entschlüsse, die man fassen werde,möchten über das Schicksal der katholischen Religion in diesem Landeentscheiden. Es sei zu wünschen, daß ihre Freunde die Rathschläge,welche sie ertheilen, beachten und ihnen folgen. Er werde ihnendie Wahrheit sagen und es dann ihrer Weisheit überlassen, zuthun, was sie für gut finden. Er entwickelt dann, wie schwachder Kaiser am Rhein sei, und glaubt daher, das Schreiben desKaisers an Zürich und Bern verdecke irgend ein Geheimniß.Wolle man es erfahren, so müsse man den Abt von St. Gallensprechen machen, er müsse sich zu etwas entschließen. Jetzt müsseer eine Erklärung des Kaisers und des Reichs bewirken, daßman anfange, den Zürchern allen Handel in Deutschland zuverbieten, und der Abt müsse einmal offen darthun, auf welcheHülfe er rechnen könne und was für Rathschläge man ihm gebe;ohne dieses werden Freiburg, Solothurn und Wallis sich nichtin den Tanz einlassen. Er bittet ihn am Ende, diesen Briefihrem lieben Schultheißen mitzutheilen. * 9 )

Zürich, Bern und Basel hatten sich schon den 2. Mai inAarau versammelt, wahrscheinlich um bereit zu sein, das Nö-thige zu beschließen, wenn der Abt von St. Gallen oder diekatholischen Kantone wegen der durch die Tvggenburger erfolg-ten Besetzung der Schlösser Maßregeln ergreifen würden. Bisdie erwarteten Berichte kamen, beriethen sie sich, ob sie wegendes Tvggenburger Geschäftes einen Abgeordneten an den Frie-denskongreß nach Gertruidenberg schicken wollen. Zürich meinte,

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