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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel II.

Unterdessen hatte Schwyz, ehe es eine Antwort von dem Am-bassador erhalten konnte, schon den 7. Mai den andern katholi-schen Orten die Mittheilung gemacht, daß es eine Gesandtschaftin das Toggenburg schicken wolle; allein zu Glarus, das auchan dem Landrechte Theil hatte, schlug die Landsgcmeinde den18. Mai es ab, weil weder der Abt noch die Toggcnburger ihreVermittlung begehrt haben. Als aber Schwyz allein dennochseine Gesandtschaft abschicken wollte, so widersetzten sich die Tog-genburger sehr ernst einer solchen einseitigen Einmischung. Inden katholischen Kantonen herrschte darüber eine große Aufregung,so daß in Zug den 19. Mai befohlen wurde, die Feuerzeichenaufzustecken, Leute anzustellen, die Zürich beobachten, und wenndieser Kanton Wachen aufstellen sollte, ihn um die Ursache zubefragen. Für jetzt aber warnte der französische Ambassador nochvor übereilten Maßregeln, besonders in seinem Schreiben vom11. Mai 171» an den Schultheißen Dürler, dem er geradezusagte, die Katholiken sollen sich in keine Feindseligkeiten einlassen,bis sie klar in der Sache sehen. Es sei am Kaiser, seinen Va-sall zu vertheidigen, bevor die Verbündeten sich seiner annehmen.Er könne sich noch wirksamer Mittel bedienen, ohne seine Trup-pen zu schwächen, oder einen Krieg mit der Schweiz anzufan-gen. Aber wenn man sie zum Krieg aufmuntern wolle, so sollensie es nur glauben, man wolle die Schweiz durch sich selbstschwächen, damit man die Pläne vollziehen könne, welche dasHaus Österreich nie aufgebe. Der Abt von St. Gallen sei nunseines Besitzthums, das seit 250 Jahren ihm gehörte, entsetzt,obschon eine Menge Akten es ihm zusichern. Der Ambassadorversichere den Schultheißen, daß sein König den aufrichtigenWunsch nähre, die katholischen Kantone glücklich zu sehen; erwerde mit aller Macht dazu beitragen, aber jetzt sei es keineZeit, von ihm etwas zu begehren. Er rathe, einen günstigernZeitpunkt abzuwarten. Von der Abordnung der Schwyzer in