Band 
Zweiter Band.
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Tod des DauphinS. IV7

ihm aber nichts von dem Projekte der Feinde des Königs gesagt,neue Werbungen in der Schweiz zu machen; hingegen habe erihm erklärt, daß er sich auf sein Wort verlasse, daß Freiburgkeinen Anträgen Gehör geben werde, welche dem Interesse desKönigs schädlich wären, und daß Affry ohne weitere Befehlesich mit dem Schultheißen von Cügy 5S ) und den Herren Castellaund Reinold vereinige, um ihn mit ihren Freunden in Standzu setzen, daß er dem Könige die Versicherung geben könne, ihrKanton werde nichts gegen die Interessen des Königs unterneh-men. Affry habe auch mit ihm von dem Begehren der Genfer,in den Bund aufgenommen zu werden, gesprochen; allein erhabe ihm bewiesen, wie schädlich dieß für Freiburg wäre. Überdie Nothwendigkeit einer engen Verbindung zwischen den Katho-liken sei Affry einverstanden, habe aber nicht geläugnet, daß dieandern Kantone glauben, Freiburg habe nicht eben so großenEifer für Religion und Freiheit, wie sie. Den 20. April schrieber dem Markis von Tvrcy, ihm sein Beileid zu bezeugen überden Tod des Dauphins, welcher den 14. gestorben war; dannaber sagt er ihm, er werde aus dem Briefe des Generals vonErlach (den er nun immer Herr von Elzin nennt) ersehen, daßdie Alliirten in Wien das Projekt gemacht haben, neue Truppenin der Schweiz anzuwerben, was ihnen unfehlbar gelingen werde,weil der Kanton Bern England und Holland ganz ergeben sei.Herr von Erlach werde alles Mögliche dagegen anwenden, aberer vermöge nichts gegen den Kredit seines Schwiegervaters.

Er werde sehen, daß die Alliirten einstweilen sich nur an Zü-rich, Bern und Graubünden wenden wollen, aber später werdensie es wohl auch bei den Katholiken versuchen, die mit demgleichen Eifer ihnen nachlaufen werden; denn diese Nation könne

") Franz Philipp von Lantcn, genannt Hepd, Herr zu Cügp, Vesin undAumont, Mitherr zu Mignieres.