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Zweiter Band.
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Schweizerische und französische Rapporte über die Tagsatzung. 173

lange an keine Vermittlung mehr denken, bis die katholischenOrte sie selbst begehren.

Wir lassen nun dieser, nach schweizerischer Quelle gegebenenDarstellung der Tagsatzungsverhandlungen diejenige des fran-zösischen Gesandten folgen, die, obschon einseitig, doch wichtig ist,weil sie sein Treiben kennen lehrt.

In seinem Schreiben vom 8. Heumonat 1711 an den Markisvon Torcy, welchem er seine Rede an die Tagsatzung mit derBemerkung überschickt, daß sie dem Markis zwar räthselhaftscheinen werde, aber klar für diejenigen war, an die sie gerich-tet wurde selle vous paroitra un peu énigmatique, quoiqueclaire sur son fumier), spricht er mit Verachtung vondem Nuntius Caraccioli. Er fährt dann fort: Er habe denDurchpaß von Mercy wieder aufgewärmt, weil er vernommen,daß Bern instruirt habe, sich nicht nur für die Befreiung vonPeter Buis zu verwenden, der aber glücklicherweise in Mont-pellier gehängt sei, sondern auch für die Befreiung von Nenaut.Er habe geglaubt, diesem zuvorkommen zu müssen. Endlich be-rührt er die neuen Bündnisse, weil Bern seinen Helden St. Sa-phorin für drei Geschäfte im Felde halte: erstens um einen Bundder schweizerischen Protestanten mit England, Holland und dendeutschen Protestanten zu unterhandeln; zweitens, um zu sehen,ob es den Bernern nicht gelingen könnte, die Freundschaft derAlliirten immer mehr zu gewinnen, wenn sie unter der Handihre Projekte der Eroberung der Freigrafschaft und des Elsaßesbegünstigten; drittens, um die Berner in den allgemeinen Frie-den auf eine Art einschließen zu lassen, wodurch sie vor der ge-rechten Rache des Königs gesichert würden.

Die Rede des Ambassadors geben wir in der Beilage. 67 )

Bd. VI. S. 2!Ui.

*’) Beilage Nro. XXIV., die wir hauptsächlich mittheilen, damit man derenSprache mit seinen Handlungen vergleichen könne, wobei nicht zu ver-