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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel 11.

könne unmöglich größern Eifer zeigen, als dieser Kanton beiallen Gelegenheiten, wo es um den Dienst des Königs zu thunsei, beweise.

Er werde den Landammann Zurlauben nicht loben, weil seineoffene Hingebung für den Dienst des Königs bekannt sei; aberer müsse über das Benehmen der Abgeordneten von Solothurnein Wort sagen. Als es an den Schultheißen von Roll zu redengekommen sei, habe er gesagt: Obschon Renaut in ihrer Stadtaufgehoben worden sei, so seien seine Herren und Obern mitdem, was der Ambaffador voriges Jahr versprochen, so wohlzufrieden, daß sie glauben, man müsse von dem Vergangenengar nicht mehr sprechen, und einzig für die Sicherheit der eid-genössischen Grenzen für die Zukunft sorgen. Vom Venner vonRoll wolle er nicht sprechen, da dieser für Alles, was den DienstSr. Majestät betreffe, ganz verkauft und abhängig sei.

Man werde nun erwarten müssen, was beschlossen werde.Sollte Bern Einfluß genug haben, zu bewirken, daß man sichwegen Renaut bei dem Ambaffador beklage, so werde der Königes nicht mißbilligen, wenn er in seine Antwort etwas Bitterkeitund Trockenheit lege; denn wenn man diesen ehrlichen Herrenimmer nachgebe, so heiße dieß den Nuntius dem Bischof vonBasel gleich stellen. 70 ) Er glaube, zu viel Sanftmuth sei schäd-lich. Man müsse zu rechter Zeit das Süße und das Bittereanwenden, ohne sich von übler Laune hinreißen zu lassen."")

Den 15. des nämlichen Monats schrieb er dem König, daßer seine Befehle rücksichtlich des Nuntius (Caraccivli) befolgenwerde, und daß die Schweizer diesen Geistlichen so sehr verach-ten, daß man öffentlich von ihm sage: er habe Anwandlungen

10 ) Car de caler toujours à un ces honnêtes Messieurs, c’est sa mettrele Nonce avec l’Evêque de Baie.

Bd. VI. S. 303.