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Zweiter Band.
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182
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182 Buch II, Kapitel II.

Der General St. Saphorin hatte dem Schultheißen Willadinggerathen, daß Zürich und Bern eine Gesandtschaft nach Frank-furt schicken, wo alle Fürsten Deutschlands wegen der Kaiserwahlversammelt waren, um dort zu bewirken, daß Kaiser und Reichsich des Toggenburger Geschäfts nicht annehmen. Der Schult-heiß war geneigt dazu; aber er berichtete den 22. Heumonat vonBaden an St. Saphorin, daß beide Deputirte von Zürich, Bür-germeister Escher und Seckelmeifler Werdmüller, auch Mitgliederdes geheimen Rathes seien, und den Entschluß über diese Fragenicht gern den andern vier Mitgliedern allein überlassen wür-den. Er nehme sich aber vor, mit ihnen nochmals darüber zusprechen, ob nicht vielleicht Einer von ihnen nach Zürich gehenwolle, um dort den Gegenstand in Berathung zu bringen. Dannäußert er noch, daß er die Katholiken noch nie so bitter gesehenhabe, wie auf dieser Tagsatzung; aber die Protestanten achtennicht darauf.

Zürich schrieb dann an Bern den 12. August 1711 : Sie habendurch ihre Gesandten in Baden, die Herren Bürgermeister HansJakob Escher und Seckelmeister Christoph Werdmüller, vernom-men, daß Bern für nützlich erachten würde, eine Magistrats-person ohne Charakter bei Anlaß der Kaiserwahl nach Frankfurtzu schicken, um den hohen Ministern die Unabhängigkeit desToggenburgs vorn Reiche vorzustellen; Zürich gebe aber zu be-denken, daß die katholischen Kantone, obschon man Jemandenohne öffentlichen Charakter schicken würde, es doch erfahren undglauben würden, man suche dieses Geschäft den Händen derEidgenossen zu entziehen. Auch könnte es Anlaß geben, daßfremde Mächte sich in unsere innern Angelegenheiten mischenwollten, während es eine alte Marime der Schweizer sei, dieseszu vermeiden, was auch bis anhin in dem Toggenburger Ge-

'<■') Bd. IV. S. 266.