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Zweiter Band.
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184
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in Frankreich stehe, habe dieses seine Handlungsweise gegen dieprotestantischen Schweizer ganz geändert, weil der Dauphinwünsche, sich zum Voraus der Stimmung der Kantone für Er-neuerung des Bundeö zu versichern, da der alte Bund nur nochacht Jahre nach dem Absterben des alten Königs fortdauere.Der General führt als Beweise der Sinnesänderung des fran-zösischen Hofes folgende Thatsachen an: Als der Nuntius wäh-rend des Streites der Berner mit dem Bischöfe von Basel inäußerst heftiger Sprache die katholischen Kantone zum Kriegegegen Bern aufforderte, habe sich der französische Ambassador,im Widersprüche mit seinem frühern Betragen, heftig gegen denNuntius geäußert; ferner habe er nicht nur sich öffentlich gegenden Abt von St. Gallen erklärt, sondern sogar gesucht, die ka-tholischen Kantone in dem Toggenburger Geschäft mit den pro-testantischen zu vereinigen, zu welchem Zwecke er vorgeschlagen,die Regierungsform und das gegenseitige Verhältniß der beidenReligionsparteien im Toggenburg festzusetzen, den Abt aller sei-ner Rechte auf das Toggenburg zu berauben, und ihm denBeisitz an der Tagsatzung zu verweigern, weil er, zuwider seinenVerpflichtungen gegen die Schweiz, mit dem Kaiser einen Bundgeschlossen habe. 79 )

Bei dessen Tod aber nahm er den Titel »Dauphin von Frankreich" an,während bis anhin alle Kronprinzen sich »Dauphin von Viennois» nann-ten. Seine Gattin war eine äußerst liebenswürdige Frau, welche demalten Ludwig und seiner geliebten Maintenon ihre alten Tage versüßte.Sie starb aber schon den 12. Körnung 1712, und der Dauphin selbstfolgte ihr 6 Tage später in das Grab. Dieser Prinz, der sich durchTugend und geistige Eigenschaften sebr auszeichnete, der aber, währendsein Vater lebte, durch dessen Eifersucht sehr gedrückt war, entwickelteschnell nach des Letztem Tode seine guten Eigenschaften, wodurch deralte Ludwig XIV. bewogen wurde, seine Regenten-Eifersucht aufzugebenund seinen Enkel zum Mitregcnten zu erwählen. Biogrnpliie ele Mi-clinud etc. Louis et Bourgogne.

■’•>) Exe. Bd. V. S. 228.