Auf der andern Seite, wenn man die Sache zu weit treibenwollte, so würde man Gefahr laufen, daß dieser Kanton denKrieg erklären würde, im Fall die Partei von Willading dieOberhand hätte; daß aber dieses nicht geschehen werde, dafürkönne er nicht gut stehen, wenn der König nicht Anstalten treffe,durch Geld Stimmen zu erkaufen, und wenn er ihm nicht er-lauben wollte, nach Beschaffenheit der Sachen zu handeln, diesich eben nicht alle Mal so gestalten, wie man sie in der Ferneansehe.
Wenn der König irgend eines der von ihm vorgeschlagenenMittel billigen würde, die Berner fühlen zu machen, daß ihrBenehmen in dem Geschäft des Castan ihm nicht angenehmgewesen, und wenn er ihm erlauben wollte, während der Unter-handlungen über dieses Geschäft die Berner fühlen zu lassen,daß der König ihre Unterhandlungen durch St. Saphorin imHaag wohl kenne und ihnen das Widersinnige davon vorzu-stellen, zugleich aber ihnen zu verstehen zu geben, daß er demKönige, wenn er bei ihnen Aufrichtigkeit finde, Mittel vorschla-gen werde, welche dem Kanton nützlich sein würden, so wärees ihm vielleicht dadurch möglich, Denjenigen die Augen zu öff-nen, die nicht, wie Willading, aus schlechten Gründen handeln,sondern sich der Leidenschaft dieses Mannes nur hingeben, weilsie im Irrthum befangen sind. 8ä )
Dem Markiö von Torcy entwickelte er hingegen an dem näm-lichen Tag einen Theil seines Geheimnisses. Er sagte ihm:Derjenige, der ihm die Berichte von Bern mittheile, sei einRathsherr und einer der Bestgesinnten, die er kenne. Es sei nurdarum zu thun, zu untersuchen, ob die Sachen, die er mittheile,Beachtung verdienen oder nicht. Er werde einige Partikularenaus allen katholischen Kantonen von der Gefahr unterrichten,