Buch ». Kapitel ».
21 »
evangelischen Kantone und die italienischen Vogteien im Namenbeider Kantone, Zürich und Bern, ihre Kontingente zu ihremBeistand bereit zu halten; aber schon den 24. April schrieb Baseleine Tagsatzung aus auf den 2. Mai. Den 21. und 22. Aprilbesetzten die Katholiken Mellingen, Bremgarten, Baden undKaiserstuhl zu dem doppelten Zweck, die Vereinigung der Bernermit den Zürcher« zu hindern und die Verbindung mit dem Rheinoffen zu halten. “°)
An diese Thatsachen, welche zum Theil Folgen der Konferenzvon Brunnen waren, reihen sich eng vier Aktenstücke, die von dortauögiengen. Das erste ist ein Schreiben der V in Brunnen ver-sammelten Orte an den Herzog von Savoyen, mit welchem sieden Landammann Zost Anton Schmid von Uri, Hauptmann derSchweizergarde in deö Herzogs Diensten, bei ihm für ein Gesuchum Hülfe und Beistand beglaubigen. m ) Schmid selbst gabensie den Auftrag, sich zu verwenden, daß der Herzog, wie er esim Jahr 1656 that, wenigstens eine Truppenabtheilung an seineGrenzen gegen Bern verlege, damit dieser Kanton, wie damals,gezwungen werde, seine Macht zu theilen und sie nicht ganzgegen die katholischen Kantone verwenden könne. n ") Ein an-deres Aktenstück, das ebenfalls von Brunnen ausgieng, war einBrief der V Orte an Bern, dessen Inhalt ungefähr dem ähnlichist, welchen die V Orte an Zürich und Bern schrieben, und dereine Ablehnung der Vorwürfe und Gcgenvorwürfe enthält, diezu nichts führen konnten. 1 * 3 ) Die in diesem Schreiben erwähn-ten Schreiben von Zürich und Bern fehlen uns.
à. Bd. V. S. M. 234.
Meister ». 561. Tillier V. 57. Meier von Knonau II. 170.»”) Beilage Nro. XXVII.
>") Bd. X. S. 8.
»«) Beilage Nro. XXVIII.