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Buch II. Kapitel 11.
für alle ihre frühern und fetzigen Treulosigkeiten Genugthuungzu verschaffen 119 ).
Aus einem Schreiben, das der Graf den 4. Mai an denMarkis von Torcy erließ, nachdem er einen Brief des Königsvom 28. April erhalten hatte, lassen sich die Absichten des Kö-nigs und wahrscheinlich auch seines Ministeriums erkennen. Erschreibt nämlich, er werde sich wohl hüten, ihren Freunden, denSolothurnern, zu sagen, was der König ihm wegen des be-gehrten Bataillons und von der genauen Neutralität, die erbeobachten wolle, schreibe. Dieses wäre das wahre Mittel, siedurchaus zu entmuthigen.
Er gehe bloß aus Mitleiden nach Baden; denn er wisse nicht,wie er sich daraus ziehen solle, wenn die Protestanten begehren,daß die Andern entwaffnen, und dagegen nicht zu einer allge-meinen Entwaffnung Hand bieten wollen. Er werde vorschla-gen lassen, daß die Tagsatzung sich in Svlothurn oder Baselversammle, und fedenfalls werde er an Ort und Stelle sein,um die Plane der Deutschen zu entdecken.
Schon den 29. April 1712 ertheilte der Rath von Bern seinenGesandten, Christoph Steiger, welsch Seckelmeister, und AbrahamTscharner, Mitgliedern des täglichen Rathes, die Weisung, ob-schones ihnen lieber wäre, man hätte eine andere Mallstatt (malluspublicus) als Baden gewählt, doch, um nicht den Schein zuhaben, als wolle man die Vereinigung erschweren, ihre Will-fährigkeit zu erklären, nach Baden zu kommen, aber unter demVorbehalt, daß der Kommandant und die Truppen sowohl vonBaden als von Mellingen zurückgezogen werden und in einemUmkreise von zwei Stunden um Baden keine kriegerischen An-stalten stattfinden; wollten aber die katholischen Stände nicht
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Bd. VII. S. 234.*») A. a. O. S. 240.