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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel 11.

eingestehen, daß sie nicht ernstlich gesinnt' seien, einen Vergleicheinzugehen, indem sie den Schiedleuten ein Gesetz vorschreiben,ohne welches nichts auszurichten wäre.

Da er nicht in den Verdacht kommen könne, als wolle erdie Interessen des Abtes von St. Gallen vertheidigen, so sprecheer freimüthig und ohne Umwege.

Wenn sie der Stimme ihrer wahren Freunde kein Gehörgeben und der Anfang des Krieges glücklich für sie sei, sokönnte die Verzweiflung vielleicht bei ihren Gegnern eine Stim-mung erregen, die für beide Parteien gleich schädlich wäre. Erbeschwöre sie, dieß zu überlegen und sich zu erinnern, daß derKönig so viel oder mehr dabei interesfirt sei, als irgend einKanton, die Eidgenossenschaft zu erhalten, von welcher Se. Ma-jestät und die Krone so wesentliche Dienste empfangen haben.

Er würde sich glücklich schätzen, sie bei dieser Gelegenheit zuüberzeugen, daß nichts seinem Eifer und seinem Wunsche, dieFreundschaft zu verdienen, die sie ihm versprochen haben, gleichkommen könne. I22 3

Auf dieses Schreiben antwortete Bern den 3. Mai. Siedanken ihm auf das Freundlichste für die friedfertigen und sorg-fältigen Ermahnungen, die er an sie gerichtet habe, und da esfür ihn langweilig wäre, wenn sie in alle Einzelnheiten ein-treten wollten, so können sie doch nicht umhin, ihm den folgen-den wahrhaften und gründlichen Bericht zu ertheilen. Sie ha-ben während der langen Dauer des Toggenburgischen Geschäftesalle Gelegenheiten benutzt, dasselbe aus gütlichem Wege zu be-seitigen, so daß sie gehofft haben, durch ihre verschiedenen Bor-schläge, besonders aber bei der vorjährigen Vermittlung, zumZwecke zu gelangen.

Es werde aber Sr. Erzellenz wohl bekannt sein, wie von

---) Bd. Vlll. S. 457.