Band 
Zweiter Band.
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Berns Antwort.

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Seite des Abtes von St. Gallen alle und jede Vermittlungs-versuche unterbrochen worden seien; eben so kündbar sei es,daß der Herr Prälat gesucht habe, die Sache an das Reich zuziehen, und daß er auch von daher nicht unbedeutende Vertrö-stungen erhalten habe, woraus sich leicht schließen ließ, daß erdie Vermittlung der Eidgenossen nicht annehmen wolle, so daßalle ihre Bemühungen, ihn dahin zu bringen, scheitern mußten.

Sie haben auch bemerken müssen, daß Se. Exzellenz vonihrem Benehmen falsche und boshafte Berichte erhalten habenmüsse, da sie davon spreche, als ob sie dem Vermittler Gesetze,ohne welche sie nicht eintreten würden, vorschreiben wollten, jasogar, daß sie begehren, in ihrer eigenen Sache Richter zusein. Davon seien sie weit entfernt, glauben aber, daß dieursprünglichen Urkunden zur Richtschnur und zum Wegweiserangenommen werden müssen, denen gemäß die Bewohner desToggcnburgs wieder in den Zustand versetzt werden sollen, inwelchem sie waren, ehe sie an das Stift St. Gallen abgetretenwurden. Es wäre ihnen lieb gewesen, wenn die Andern nichtMehres begehrt und sich nicht von der richterlichen Pflicht ent-fernt hätten. Da aber vor kurzer Zeit und nach der Ermah-nung Sr. Exzellenz zum Frieden der Prälat durch List, Ge-walt und Drohungen im Toggenburg Unordnung und Trennungzu bewirken gesucht habe, damit die eine Partei durch die an-dere unterdrückt und vernichtet werde, so haben sich Zürich undBern veranlaßt gesehen, den Bedrängten Schutz zu gewährenund daher die jetzigen ernstlichen Maßregeln zu ergreifen. Siebedauern, daß der Herr Prälat die Sache so auf die Spitzegetrieben habe, und zum Beweise ihrer friedfertigen Absichtenhaben sie auch jetzt wieder zu der vorgeschlagenen Vermittlungdie Hand geboten.

-») A. a. O. S. 4M.