Schreiben an den Abt von St. Gallen und an Lucern.
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Man sehe nichts als Krieg vor. Bern habe mit einigentausend Mann die Zürcher verstärkt und es stehen gewiß noch10,000 Mann im Aargau, das schönste Volk, daS wahrschein-lich geradehin auf Lucern ziehen werde. Von Zürich dringeAlles auf Kappel zu.
Wenn man ohne einen Sieg oder Frieden nach Hause kehre,so sei der Thurgau und die Grafschaft Baden auf alle ewigeZeiten verloren. Alles deute darauf hin, daß von Seite desAbtes doch an dem Wienerhofe nichts versäumt werden solle,denn einzig daher habe er sein Heil zu erwarten. "*)
Das andere der oben angeführten Schreiben richteten dieGesandten von Lucern an ihre Kriegsräthc in Muri. Sie mel-den ihnen, nachdem die Gesandten der unparteiischen Orte vonZurzach die Nachricht gebracht, daß Zürich und Bern nicht nachBaden kommen wollen, wenn man nicht vorher diese Stadt,Mellingen und Bremgarten räume, so haben sich Schwyz undUri zur Abreise vorbereitet und Unterwalden wäre ihnen nach-gefolgt; aber endlich sei es doch den Lucernern gelungen, siezu bereden, noch zuzuwarten, bis der französische Ambassadorankomme. Dem Baseler Gesandten sei zu Handen der soge-nannten unparteiischen Orte eröffnet worden, sie sollen, daSchwyz und der Abt von St. Gallen erklärt haben, sich demRechte unterwerfen zu wollen, bei den zwei Städten anfragen,ob sie auch gemäß den Bündnissen und dem Friedensschlüssevon 1656 sich verhalten wollen; im widrigen Fall aber mah-nen sie alle Stände, denen behülflich zu sein, welche sich demRechte unterziehen. Den 6. Morgens zwischeil 11 und 12 Uhrsei der französische Ambassador in Baden angekommen und dieGesandten von Lucern, Uri, Schwyz und Unterwalden haben
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