Band 
Zweiter Band.
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Buch II., Kapitel II.

sich alsobald zu ihm begeben, auch im Namen von Zug I29 Jihm das katholische Interesse zu empfehlen. Er habe nun diedrei Kantone vermocht, noch in Baden zu verweilen, bis erselbst mit den Abgesandten der beiden Städte werde gesprochenhaben, die er einladen ließ, nach Königsfelden zu kommen,damit er schneller hin und her reisen könne.

Auf Ansuchen der drei Orte sei Lucern mit ihnen und auchim Namen von Zug ohne Zeremoniell zu dem kaiserlichen Bot-schafter gegangen, ihn um freie Kornausfuhr von Feldkirch undMailand zu bitten, was er gern gewährt habe. Es habe dannder Herr Botschafter sich verlauten lassen, daß der Abt vonSt. Gallen ihn um Hülfe angesprochen habe, und er wünsche,zu wissen, ob es ihnen lieb wäre, wenn sie ihm gewährt würde,worauf sie geantwortet, daß sie dieß dem Fürsten von St.Gallen überlassen.

Endlich habe der Herr Botschafter ihnen noch eröffnet, daßer durch Eilboten von Sr. kaiserlichen Majestät den Befehl er-halten habe, den Zürchern den Handel mit Österreich zu sperren.Er erwarte nun stündlich die Antwort auf ein ernstes Schreiben/das er an Zürich erlassen habe, um dann fernere Maßregelnzu nehmen.

In diesem schon erwähnten Schreiben erklärte der GrafTrautmannsdorff, daß Zürich durch seine Handlungen den öster-reichischen Erbverein verschmähe, daher der Kaiser sich berech-tigt sehe, ihnen die Früchte desselben nebst andern Handels-

Zug war nicht repräsentirt bei dieser Tagsatzung, weil das gerüsteteVolk zu handeln, nicht zu unterhandeln begehrte. Den 10. standen4800 Mann in und bei Zug. Stadlin IV. «sa, und «49, Note 7!i.*’°) Bd. X. L. 1».