Katholischer Abschied.
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wenn es zum Unterhandeln käme, so sollten alle Vorschlägeschriftlich gemacht werden, damit man sehe, was eigentlich dieKatholiken wollen. Nun schlugen die Vermittler Bern zurMallstatt vor, was aber Zürich und Bern ausschlugen, weilsie annahmen, man wähle diesen entferntern Ort nur, um dieSache in die Länge zu ziehen. Endlich den 9. Mai Nachmit-tags kamen die Vermittler wieder und schlugen Ölten oder Aar-burg vor, berichteten aber zugleich, daß die katholischen Ge-sandten am nämlichen Morgen nach Lucern verreist seien, wor-auf die Gesandten von Zürich und Bern sich auch zur Abreiseentschlossen. 132 )
Die in Baden versammelten katholischen Orte Lucern, Urr,Schwyz, Unterwalden und Abt von St. Gallen verfaßten den9. Mai eine Art Abschied folgenden Inhalts: Der Ambassadorhabe ihnen eröffnet, daß die zu Königsfelden versammelten Ge-sandten von Zürich und Bern auf seine Anfrage, warum Allesin der Eidgenossenschaft unter den Waffen stehe, geantwortethaben, der einzige Grund, den sie haben, sei die Beschützungder Toggenburger gegen die Bedrückungen des Abtes, und eskomme ihnen gar nicht in Sinn, die Orte weder an ihrerSouveränetät, noch an ihren Rechten, noch sonst zu bekränken,woraus Jhro Exzellenz angetragen habe, daß man, da es nurum das Toggenburg zu thun sei, Alles in den Stand, wiees an der Tagsatzung im April war, stellen und beidseitig entwaff-nen solle, dann werde es leicht sein, das Toggenburger Geschäftgütlich oder rechtlich beizulegen. Aber die Gesandten haben die-ses nur als einen Aufschub angesehen und sich sogar über dieVerspätung der Antwort, welche ihnen die uninteressirten Ortebringen sollten, beklagt. Im Kurzen und Hauptsächlichen könneer nur sagen, daß er wahrgenommen habe, wenn Schwyz oder
Bd XI. S. 103 ; Bd. VIII. S. 467. 471.