Buch 11. Kapitel ».
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katholischen Orte nach Zug auf den 18. Mai aus. Es fandensich dort die Gesandten von Lucern, Uri, Schwyz, Unterwal-den, Zug, Freiburg und Solothurn ein. Lucern eröffnete, daßverschiedene Gesandte mehrer Kantone, nebst dem Herrn vonCourtcn aus Wallis, sowie auch der Rath von Lucern, nöthigbefunden haben, daß man sich einmal vereinige, entweder dieneu angetragene Tagsatzung zu Ölten und Aarburg zu besuchenund den Frieden beizubehalten, oder aber sich zum Krieg zuentschließen. Sodann wurden mehre Berichte verlesen überdas, was sich in der Grafschaft Baden zugetragen habe, unddaß die Zürcher im Thurgau sich zusammenziehen, wahrschein-lich in der Absicht, Wil anzugreifen.
Es wurde beschlossen, sich zuerst darüber zu berathen, wasmau den Herren Ehrengesandten der unparteiischen Orte, dienoch in Baden zurückgeblieben waren, auf ihren Vorschlag,eine neue Tagsatzung in Ölten und Aarburg zu versammeln,antworten wolle.
Lucern und Uri waren geneigt, diese Tagsatzung zu besuchen,wenn die Stände Zürich und Bern den Thurgau und die Graf-schaft Baden räumen und einen allgemeinen Waffenstillstand ein-gehen wollen.
Schwyz, Unterwalden und Zug erklärten hingegen, die be-stimmte Instruktion zu haben, zu dieser neuen Tagsatzung nichtHand zu bieten, da sie unnütz wäre und nur eine längereVerzögerung herbeiführen könnte; ihre Meinung gehe also da-hin, daß man sich nur über die Mittel berathe, wie man sichmit Gottes Hülfe von den Anmaßungen der Stände Zürich undBern befreien könne. Allervorderst müsse man nun die StändeFreiburg und'Solothurn, nebst der Republik Wallis , um mög-lichsten Beistand bitten.
Freiburg und Solothurn erklärten, daß ihnen, als uninter-essirten Orten, nicht gezieme, mitzustimmen, sondern sie seien