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verpflichtet seien, Ruhe und Frieden beizubehalten. Übrigensfragen sie noch: Wenn noch Mittel vorhanden seien, die Sachegütlich beizulegen, und der eine oder andere Ort die Hand nichtdazu bieten und allein den Krieg anfangen wollte, ob dann dieandern löblichen Orte auch dazu verbunden wären? Dannverlangten die Gesandten noch, daß ihre Erklärung ins Pro-tokoll aufgenommen werde.
Schwyz begehrte, daß in dem Antwortschreiben an die un-parteiischen Deputirten nicht nur die Räumung des Thurgauesund der Grafschaft Baden, sondern auch die Herstellung ab anteim Toggenburg gefordert werde. Sie beklagen sich dann überGerüchte, als ob ihr Kanton Schuld wäre an der Verzögerungdes Angriffs, und ersuchen die katholischen Orte, ungesäumtgemeinschaftlich die Feindseligkeiten zu eröffnen, wie der goldeneBund und ihre Bruderbriefe es erfordern.
Uri hingegen begehrte, daß seine Erklärung auch in den Ab-schied aufgenommen werde: Ihre gnädigen Herren und Obernhaben den goldenen Bund niemals so verstanden, als ob dasToggenburg auch darin begriffen wäre, wenn schon Schwyzmit dieser Landschaft verbunden sei.
Nachdem nun die Gesandten von Freiburg und Solothurnverreist waren, beantworteten nur die Deputirten von Lucernund Uri den Brief der unparteiischen Gesandten aus Badenin dem oben bemerkten Sinne.
Sodann ward einstimmig ein Schreiben an Jhro päbstlicheHeiligkeit beschlossen, worin man sie um Subsidien bat; fernersolle ein Schreiben an den Grafen dü Lüc erlassen werden, ihnzu bitten, daß er sich bei dem König verwende, daß er sie mitseiner bundesmäßigen Freigebigkeit unterstütze; endlich wurdenoch ein drittes Schreiben an die drei grauen Bünde beschlossen,sie zur Neutralität in dem bevorstehenden Kriege aufzufordern.
An das badische Oberamt und dessen Landvogt, Thormann