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Zweiter Band.
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Schreiben des Ambassadors an den König. 271

von ihm angeregte Frage ohne anders ihren Untergang zurFolge haben müßte; denn der König von Frankreich würdenicht ermangeln, sobald sie einen Andern, als Philipp V., alsKönig von Spanien anerkannt hätten, ihnen seine Gnade zuentziehen. Indessen, wenn sie dennoch dieses thun müßten, dannaber der Kaiser sie alsobald mit einem beträchtlichen Heerhaufenunterstützen würde, so wäre dieses vielleicht ein Mittel, denKönig von Frankreich zu besänftigen, dem nichts so sehr als dieReligion am Herzen liege. Er habe ihnen dabei gesagt, daßsie bei diesem Anlasse die Gesinnungen beider Höfe ergründenkönnen, wenn sie dem Kaiser erklären, insofern er einen Heer-haufen zu ihren Gunsten vom Rheine zurückziehe, so haben sieHoffnung, Frankreich zu bewegen, ein Gleiches zu thun. DerKönig könnte dann diese Truppen zu Befriedigung der Schweizoder sonst gebrauchen. Er glaube nicht, daß dieser Rath denDeutschen gefallen werde; aber die verstocktesten Schweizer wer-den dann einsehen, was sie von einem Nachbar zu erwartenhaben, den sie auf alle Art begünstigten.

Er erzählt dann noch, daß die Berner in der Nähe vonSolothurn ein Lager von 3000 Mann gebildet haben. Erzweifle, daß man diese Lawine aufhalten könne, weil man keingeregeltes Militär habe; aber er wisse nicht, woher dasselbekommen sollte.

Mit diesem Berichte schickt er dem Könige Übersetzungen desBriefes der Nuntiatur, sowie des Schreibens des Grafen Traut-mannsdorff an Zürich und Bern, letztere mit der Bemerkung,daß die zwei Städte nur darüber lachen.

Den 6. Brachmonat meldet er ferner, da aus den Berichtender uninteressirten Gesandten sich ergab, daß Zürich und Bernnur suchten, die Katholiken hinzuhalten, um die Eroberung derSchweiz zu vollenden, indem sie ausschlugen, in irgend eineUnterhandlung einzutreten, bevor ihnen die Kriegskosten ver-