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Zweiter Band.
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Berichte von Zürich und Lucern. 285

seine Briefschaften ausgehalten werden, worüber Zürich berich-tete, daß es dem Landvogt schon ernste Vorwürfe deßwegen ge-macht habe und daß es einwillige, daß ihm im Namen aller12 Orte befohlen werde, dieses nicht mehr zu gestatten. Die5 Orte antworteten den 18. Juni auf die Erklärung der2 Städte und wiederholten es den 19., sie finden die ihnenvorgeschlagenen Punkte so beschwerlich, daß ihre Instruktionennicht so weit gehen, um eine einläßliche Antwort darüber gebenzu können. Wahrscheinlich wurden damals von allen Seitenüber diesen Gegenstand Instruktionen eingeholt; wenigstens fin-den wir ein Gutachten, das Zürich an Bern sandte und worindaraus angetragen wird, alle Vorkehrungen für Fortsetzung deSKrieges zu treffen; dabei wird von dem großen Rathe von Zürichvorgeschlagen, daß die Berner ihren Angriff gegen Lucern, dieZürcher aber gegen Zug richten sollen, jedoch mit der Anzeige,daß sie ihrer Generalität in Mettmenstetten die Weisung geben,wenn Bern eine Vereinigung der Truppen beider Kantone vor-ziehe, dazu Hand zu bieten. *'*9Lucern schrieb den 18. Brachmonat an seine Gesandten, derRath bedaure unendlich die Uneinigkeit mit den an sie grenzen-den katholischen Orten, könne aber nur seine schon gegebeneInstruktion kräftigst bestätigen und ihnen den Auftrag geben,schleunigst den Frieden, ja selbst einen Separatfrieden abzu-schließen, wenn die Noth es erfordere; denn es sei wirklicheGefahr im Verzüge. Der Oberst Jost Amrhyn habe gesternvon der vertraulichen Konferenz in Buonas die Nachricht ge-bracht, daß an den Landgemeinden von Schwyz und Zug vonschlechten Leuten darauf angetragen und in Berathung gebrachtworden sei, die lucerner Unterthanen für freie Leute auszu-rufen, um dadurch sie und die Bewohner der freien Ämter an

,w 9 Bd. VI». S. 181-484.