Band 
Zweiter Band.
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Buch » »ap itcl II.

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sich zu ziehen, damit man in den Stand gesetzt werde, denKrieg fortzusetzen. In Zug und Schwyz werde dieß stark be-trieben , und aus den so eben eingegangenen geheimen Berichtenwerden sie selbst sehen, in welch großer Gefahr man stebe.Lucern sei daher gezwungen, den Frieden schnell zu mackenund nicht auf das Äußerste zu warten. ,7T )

Der französische Ambafsador sandte den 19. Brachmonat sei-nen Sekretär de la Martinicre an die Abgeordneten der 2Städte und ließ ihnen vortragen, daß er aus den von ihnenvorgeschlagenen vier Artikeln ersehen müsse, daß die katbolisckcnDevutirten nicht Vollmacht genug haben, darauf zu antworten;daher habe er selbst an die demokratischen Stände geschriebenund erwarte ihre Antwort bis morgen Abends; wenn dieselbeeingehe, so werde hoffentlich der Friede bald abgeschlossen sein.Wenn aber keine Antwort komme, so sollten alle Stände, refor-mirte und katholische, sich vereinigen, um sich der demokratischenStände zu bemächtigen und diese Aufrührer im Zaume zu bal-ten. Anstatt jeder Antwort entließ man ibn mit einem Kom-pliment.

In der nämlichen Stunde kamen die vier Gesandten der un-interessirtcn Orte und trugen den 2 Städten vor, daß der fran-zösische Ambassador sie zu sich berufen und ihnen gesagt habe,die Vorschläge der zwei Orte seien ihm hinterbracht worden; erfinde aber, daß sie nicht geeignet seien, die Gemüther zu ver-einigen; er halte dafür, es wäre besser, man würde die ge-meinen Herrschaften theilen, da sie doch den meisten Anlaß zuMißhelligkeiten geben; so würde nicht nur dieser Stein des An-stoßes aus dem Wege geräumt, sondern auch die Kantone eherzur Bereinigung und zu ihren Zwecken gelangen. Man könnte

*•") Bd. X. S. ;ö.