Fortsetzung der Frirdensunterhandlungen. 287
fettere und magerere Theile machen. Er bitte, daß man dar-über nachdenke, und morgen, wenn man sich auf dem Rath-baus in verschiedenen Zimmern versammle, seine Gedankendarüber eröffne, wo dann die nämliche Mittheilung auch denkatholischen Ständen solle gemacht werden. Die 2 Städte ant-worteten einfach darauf, wenn die 5 Orte eine bestimmte Ant-wort auf die gemachten Anträge geben, oder selbst spczifizirteAnträge machen, so werde sich dann das Mehre weisen.
Des folgenden Tages, den 20. Brachmonat, als alle Par-teien auf dem Rathhaus versammelt waren und die Abgeord-neten der 2 Städte stark auf eine Erklärung der 5 Orte überihre Anträge drangen, erfolgte endlich der Bescheid: Da die5 Orte nicht einsehen können, daß sie der angreifende Theilseien, sondern sich nur auf die Vertheidigung beschränkt haben,so falle es ihnen schwer, ihre Rechte an der Grafschaft Badenund den freien Ämtern zu verlieren.
Wohl aber seien sie geneigt, über den Vorschlag einer Thei-lung aller gemeinen Vogteien, den die unparteiischen Orte ge-macht haben, einzutteten.
Bezüglich auf den dritten Punkt glauben die 5 Orte auö denschon angeführten Gründen, daß sie eher das Recht hätten,Schadenersatz zu begehren, als denselben zu bewilligen, undwegen des vierten Punktes überlassen die Stände Luccrn, Uri,Untcrwalden und Zug denjenigen, die vermeinen, Ansprache zuhaben, zu antworten
Auf diese ungenügende Antwort erwiederten die 2 Städte,daß sie, sojcker Auszüge müde und satt, bis morgen eine posi-tive Antwort erwarten, widrigenfalls andere Maßregeln werdengenommen werden. Abends kam Herr de la Martinierc mitder Nachricht zu den Gesandten der 2 Städte, daß Ihre Er-zellcnz solche Antworten von den demokratischen Ständen erhaltenbabe, daß er boffe, einen Frieden zuwege zu bringen, der für