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Buch U. Kapitel II.
Obrigkeiten darüber zu berichten, worauf die 2 Städte erwie-derten: Da sie diesem Geschäfte ein Ende zu machen wünschen,so haben sie allerdings ihre Vorschläge so abgefaßt, daß sie einUltimatum sein sollten; wenn aber die katholischen Orte einenandern Vorschlag machen wollen, der dem ihrigen gleiche, sowollen sie ihn noch anhören. Den I. Juli willigten nun die katho-lischen Orte im Wesentlichen in die Vorschläge der 2 Städte ein,insofern diese von der Ansprache an das Ncheinthal und von Ver-gütung der Kriegskosten abstehen. Auf diesen Fall hin wünschensie aber, daß man sich über die abzustellenden Mißbräuche undBeschwerden in den gemeinen Vogteien mündlich näher erkläre.Man verstand sich in Folge dessen, eine Kommission zu ernen-nen, die aus zwei Abgeordneten von jeder Partei sollte zusam-mengesetzt sein. In diese Kommission wurden ernannt: vonZürich Statthalter Joh. Jakob Ulrich, von Bern RathshcrrAbraham Tscharner, von Lucern Oberst Karl Amrhpn und vonUri Landammann Püntiner. Nach dreimaliger Berathung wurdeein Projekt auf Genehmigung der respektiven Obrigkeiten hinabgefaßt. lä4 )
Der Gesandte des Abtes von St. Gallen gab indessen soverfängliche Noten ein, daß die 2 Städte für gut fanden, sichgar nicht darüber einzulassen.
Den 5. Heumonat übergaben dann die 2 Städte den katho-lischen Gesandten ihr neues Ultimatum, 185 ) worauf diese denWunsch äußerten, nach Hause zu reisen, um die Genehmigungihrer höchsten Gewalten einzuholen, zugleich aber die Gesandtender 2 Städte um ihre Verwendung baten, daß ihnen annoch die
J8J J Da diese Bcdüigniffe genau in dem Frieden von Zürich und Bern mitLucern und Uri wörtlich enthalten find, so enthalten wir uns, selbigehier anzuführen.
Beilage Nro. XXXIX.