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völlige Amnestie für ihre Anhänger und die Besetzung der Ka-nonikate in Zurzach, sowie die Wahl des Probstes und desKustos bewilligt werde. Alle Gesandten der katholischen Orte,mit Ausnahme des Statthalters Fleckenstein von Lucern, verreistendann den 8. Heumonat Morgens um 3 Uhr, mit dem Ver-sprechen, auf Mittwoch den 13. wieder einzutreffen. Sie warenaber kaum abgereist, als ein Schreiben von Bern ankam, mitdem Befehl, daß man in dem Frieden die Abtretung eines Di-strikts von Leukhofen, von dem Thurm daselbst bis an dasäußerste Haus von Fahrwangen, unabänderlich begehren solle,mit Androhung vermehrter Begehren, wenn nicht alsobald ein-gewilligt werde. Da die zürcherischen und die unintercssirtenGesandten besorgten, daß dieses neue Begehren das ganzeFriedcnsgcschäft stören könnte, so bequemte sich auf ihr dringen-des Ansuchen der Seckelmeister Steiger, selbst nach Bern zureisen, um seinen großen Rath zu bewegen, von diesem Be-gehren abzustehen. ’ 86 )
Nachmittags des nämlichen Tages versammelten sich die Ge-sandten der uninteressirten Orte, ferner Bürgermeister Eschervon Zürich, Rathsherr Tscharncr^ von Bern und StatthalterFleckenstein von Lucern. Ihnen eröffnete Bürgermeister Escher,daß der französische Ambassador ihm mitgetheilt habe, wie inZug nicht nur der Frieden verworfen, sondern auch tumultua-rische Auftritte vorgefallen seien. Landammann Andermatt seiabgesetzt und dem Rathe bei Lebensstrafe verboten worden, sichferner zu versammeln; anstatt desselben sei ein Kriegsrath vonneun Tumultuanten aufgestellt worden. Auf dieses hin wardbeschlossen, ein Schreiben an den Stand Zug zu erlassen; vondem katholischen Gesandten von Glarus, Herrn Gallati, wurde
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