Band 
Zweiter Band.
Seite
296
JPEG-Download
 

sammenthun, den Feind schlagen und tbit zu einem bessernFrieden zwingen. Der Rath finde sich nun in der bedrängtenLage, daß er keinen Entschluß fassen könne; denn er wisse nicht,ob er nicht von allen Seiten her feindlich angegriffen werde;er müsse die größte Vorsicht in seinen Beschlüssen beobachten,und überlasse es daher dem Ermessen der Gesandten, zu han-deln, wie sie es für gut finden. Noch müsse man ihnen jedochberichten, daß die katholische Armee sich aufgelöst habe und Allevon Zug nach Hause gezogen seien, während die Feinde inMaschwanden sich sehr vermehren, so wie auch in den freienÄmtern, wo sie sich seit zwei Tagen dem Lucernergebiet nähern,so daß sie die Orte überfallen könnten, ehe diese zum Auszugebereit wären. Die vernünftigen Leute dürfen sich gar nicht mehräußern, alle Geschäfte werden durch den gemeinen Mann ent-schieden, und sie kennen kein Mittel, sich zu helfen. Der Vor-fall mit dem Verwalter von Truob sei nur zu wahr; es seiselbst ein Offizier, Herr Lieutenant Peyer, dabei gewesen. Siewerden trachten, durch genügende Satisfaktion die Berner zubeschwichtigen. In einer Nachschrift berichten sie noch, daß eineKonferenz der vier Orte von ihnen begehre, daß sie ihnen krie-gen helfen, dieß allen ihren Brigaden berichten und ihren end-lichen Entschluß den Orten selbst anzeigen.

Hierauf antworteten die Gesandten aus Aarau den 29. Brach-monat, sie seien so eben von dem französischen Gesandten zurück-gekommen, dem sie das Projekt der Antwort auf das Memorialder beiden Städte mitgetheilt haben, als der Läufer ihnen denobigen Brief brachte. Wenn ihre Herren Kollegen es erfahrenwerde», daß man in den kleinen Kantonen zum Kriege ent-schlossen sei, obschon man aller Mittel, ihn zu führen, entbehre,so werden dem Frieden neue Hindernisse in den Weg gelegt,oder er werde ganz abgebrochen werden. Schon haben sie dieander» vier Orte nur dadurck bewegen könne», gemeinschaftlich