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Buch II. Kapitel ».
Nun bestätigte den 30. Brachmonat der Rath von Sucent diefrühere Instruktion, daß die Deputirten trachten sollen, denFrieden schnell abzuschließen, in Gemeinschaft mit Andern oderallein, und selbst mit Bern allein. Der Rath finde es nichtnothwendig, die Geschworenen zu berufen, und noch viel wenigeretwas an die Geistlichkeit gelangen zu lassen, da Jhro fürstlicheGnaden, der Herr apostolische Nuntius, auch mit unzeitigcmEifer eben durch die Geistlichkeit das Volk zum Krieg auhetze.
Den 1. Zuli Übermächten die Gesandten ihrer Regierung dieVorschläge der 2 Städte vom 30. Brachmonat, mit der Be-merkung, daß dieselben so hart, ja so unverschämt seien, daßsie nicht im Stande seien, ihnen zu entsprechen. Sie habendiesen Streich vorhergesehen und darum auf eine vollständigeErklärung gedrungen, damit man sich nicht zuletzt umsonst ab-gemüdet habe. Dann theilen sie die oben erwähnten wetternSchritte mit, und endigen mit der Bemerkung, wenn der Friedegeschloffen werden müsse, so könne es nur unter so harten undschweren Bedingnissen geschehen, daß es, wenn sie immer dauernsollten, fast unerträglich wäre, sa den Ruin gewiß herbeiführenmüßte. Sie trösten sich damit, daß den Sachen, wenn manspäter besser zum Kriege gerüstet sein werde, wie „jüngst be-„deutet, vnnd darauf von bekanten feiten beharret würde, wie-„derum werde können aufgeholfen werden, Vber dißeß werde„beßer bey ihrer zurückkhunft zu reden, als dermahlen zu„schreiben seyn."
Im Wallis sei Alles,in Wirrwarr; der Herr PannerherrCourte» sei abgesetzt worden, und aller Orten eine solche Ver-wirrung, daß der Friede, sei er, wie er wolle, werde müssengeschlossen werden.
Unter dem nämlichen Datum berichtete der Rath, daß, unge-achtet aller Vorstellungen und Abmahnungen, der Nuntius diesenMorgen im Begleit von zwei Kapuzinern nach Mors abgereist