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Zweiter Band.
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Intriguen des Nun tins.

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sei, um, wie sie berichtet seien, von dort aus die vier katholi-schen Orte zum Kriege aufzureizen, welches ihnen so wichtigund gefährlich scheine, daß sie nochmals darauf dringen, dieGesandten sollen nur für Lucern allein den Frieden bäldestmöglich abschließen.

Den 3. Juli ließ der Dekan von Schwyz aus Befehl desNuntius ein Zirkularschreiben an alle Pfarrer der 5 Orte ab-gehen, mit der Einladung, daß sie auf den 7. Morgens um8 Uhr in Altorf eintreffen, um eben sowohl anzuhören, als zuberathen über das, was ihnen werde vorgetragen werden. DerRath von Lucern verbot aber seinen Geistlichen den ö. Heu-monat, diese Versammlung zu besuchen. Der Nuntius über-gab dann der Versammlung eine lange Denkschrift, in wellcher er aus allen Kräften vor der Annahme der von den pro-testantischen Kantonen angetragenen Friedensbedingungen warnt,indem durch dieselben die katholische Religion im Thurgau undder Grafschaft Baden ausgerottet würde. Es wäre dieß einVerrath an der katholischen Religion, ja selbst an ihrer politi-schen Selbstständigkeit, weil die frecher gewordenen Protestantendann bald die einzelnen Kantone angreifen würden, was ihrebestimmte Absicht sei. Die Überlegenheit der Feinde dürfe sienicht abschrecken; es sei eine Sünde, nur die eigene Kraft undnicht auch Gottes Hülfe in die Augen zu fassen. Die That nder Väter und der Makkabäer werden ihnen zu Gemüthe ge-führt und kräftige päpstliche Hülfe versprochen; der Papst habeauch bei katholischen Fürsten sich mächtig verwendet und näch-stens würde ein Breve eintreffen. Die Geistlichen sollen ihreZweifel, was sie dem Volke rathen sollen, nicht weiter auf-kommen lassen und sich kräftig der Kirche annehmen. Er selbst,der Nuntius, wolle nicht bloß mit Worten helfen, sondern, woes nöthig sei, auch das Leben opfern.

>'">) Bd. X. S. 32 bis «I. Das Aktenstück selbst ist so schlecht kopirt, daßwir es nicht mittheilen könnten ohne willkürliche Abänderunqen.