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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel II.

Der Pabst Klemens XI., aus der römischen Familie Albano(bekannt durch seine Bulle Unigenitus , welche Kaiser Joseph II.aus allen Ritualien, denen sie beigebunden war, herausreißenließ), bewegte Himmel und Erde gegen die Protestanten. Schonden 14. Brachmonat 1712 machte er den 8 Orten schwereVorwürfe über ihre Uneinigkeit und Feigheit, über ihre schlechteVertheidigung und daß sie wichtige Ortschaften preisgeben. Erempfahl dem Kaiser und dem Könige von Frankreich mit großerWärme die Interessen der katholischen Kantone, und bezeugteletzten» seinen Dank dafür, daß er die Protestanten mit einerKriegserklärung bedroht habe, wenn sie nicht alle erobertenLänder zurückstellen. Den 2. Heumonat versprach er den Lu-cernern, er werde noch andere katholische Fürsten zu Hülfe undBeistand aufmuntern. l91 )

Der Graf dü Lüc erließ den 23. Brachmonat an Bern einSchreiben in den freundschaftlichsten Ausdrücken, welches in denBeilagen mitgetheilt ist. 19î ) Er giebt darin zu verstehen, daßer über das Betragen der Gesandten empfindlich sei, sucht denBürgermeister Eschcr lächerlich zu machen, und verspricht dieFortsetzung seiner guten Dienste. Diesen Brief theilte der Ma-gistrat von Bern seinen Gesandten mit, welche darüber bemerk-ten, daß der Ambassador wahrscheinlich die Absicht habe, zu be-wirken, daß die evangelischen Gesandten ihn so oft wie die ka-tholischen besuchen und ihm das nämliche Zutrauen schenken;auch habe er indirekt gesucht, seine Mediation anzubieten, unddaran erinnert, daß man durch große Forderungen die Herzenentfremde. ,93 )

Zürich und Bern waren übrigens wegen Vertheilung der

>") Helvetische Bibliothek Bd. VI. S. 138-151.>") Beilage Nro. XU»”) Eic. Bd. V. S. 236.