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Zweiter Band.
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308
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folgte die Antwort: Die Gesandten der 5 Orte seien letztenSonntag in Sueern versammelt gewesen; :0! ) die Meinungenseien aber ungleich gewesen, doch haben es Sueern und ttri soweit gebracht, daß die Gesandten von Schwpz, Unterwaldenund Zug es übernommen haben, die Sache ihren Sandsgemcin-den vorzutragen und bis Samstag Morgens den 16. persönlichoder schriftlich Antwort zu geben. Die beiden Städte trautenaber diesem Aufschübe nicht und begehrten, da man ihnen eineAntwort auf heute versprochen habe, daß sie sich erklären, obsie das Ultimatum annehmen wollen, auch wenn die anderndrei Kantone es verwerfen würden, denn ihre Obrigkeiten vonZürich und Bern erwarten heute die bestimmte Antwort. Da-zu entschlossen sich dann endlich die Gesandten von Sucent undUri, und den 18. Heumonat 1712 wurde das Friedensinstru-ment von den Gesandten von Zürich, Bern, Sueern und Uriunterzeichnet, nachdem sie dasselbe gemeinschaftlich aufgesetzthatten. 203 )

Während dieses in Aarau vorging, sah es betrübt aus inden innern Ständen. Schon den 17. berichtete die Regierungvon Sucent, daß Schwyz, Unterwalden und Zug zum Kriegeentschlossen seien, und daß sie selbst nicht wisse, ob sie ihrVolk werde zurückhalten können. Durch Nachschrift wird denGesandten noch der Befehl ertheilt, in die Auslieferung derTraktate von 1531 durchaus nicht zu willigen.

Wahrscheinlich war es den 19. Heumonat, """) daß der Nun-

s °0 Das Protokoll von Lucern, Bd. X. S. 312, bezeichnet den letztenDienstag als den Versammlungstag; da dieser aber auf den 12. fiel,so scheint es uns wahrscheinlicher, daß die Versammlung etwas früher,den 10., stattgefunden habe.

30 ’) Beilage Nro. Xl,lll.

«■>) Wir können das Datum nicht mit Gewißheit ausmitteln, weil der Nun-tius nach dem offiziellen Berichte der Obrigkeit von Lucern schon den