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Zweiter Band.
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Unruhen in de» innern Ständen.

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tius einer Versammlung von Deputirten der kriegerisch gestimm-ten Kantone beiwohnte, wo Oberst Reding durch seine Redegroßen Eindruck machte und alle einstimmig sich zu Eröffnungder Feindseligkeiten entschlossen.

Während diese Berathung stattfand, langten Eilboten vonZug an, mit dem Bericht, daß die Feinde die Sinserbrücke be-setzen und in den Kanton eindringen wollten, worauf beschlossenwurde, schnell dem Kanton Zug Hülfe zuzuführen; auch wurdeder Nuntius ersucht, den Abgeordneten von Zug, welcher dieUrner um Hülfe mahnen sollte, zu begleiten und sein Begehrenzu unterstützen. 205 ) Allein in Uri beschloß das Volk, es mitLucern zu halten; dagegen gelang es dem Nuntius in den an-dern Kantonen, besonders in Unterwalden und Zug, das Volkgegen die Obrigkeiten und den Frieden in Wuth zu bringen.Die hitzigsten unter den Aufrührern gingen in das Lucernergc-biet, hielten dort Versammlungen und streuten unglaubliche Ver-läumdungen ausübte Regierung sei einverstanden mit Zürichund Bern; sie habe einige Mitglieder als Kapuziner verkleidetnach Bern geschickt, mit den Bernern zu unterhandeln; sie kennendie Mitglieder der Regierung, welche Ketzer seien; diese wollensie sammt Weib und Kindern todten, ehe sie gegen die Feinde

l. Hcumonat nach Altorf gereist war, nach der Apologie des Nuntiusaber die Konferenz in Kiißnacht stattfand, als die Kriegsoperationen be-gannen, und »ach der Antwort auf die Apologie der Nuntius nachKüßnacht ging, ehe er nach Altorf reiste. Es ist aber zu vermuthen,daß Derjenige, welcher die Apologie im Jahr 1713 schrieb, und derVerfasser der Widerlegung sich nicht die Mühe gaben, die Daten auf-zusuchen und zu ordnen. Wir wissen gewiß, daß erst den l<>. oder 17.die drei Stände den festen Entschluß zu», Kriege faßten, und daß den>!>. durch das Feuern der Züricher der große Schrecken in Zug entstandund der Krieg den 20. begann. Daher scheint es uns unzweifelhaft, daßdie Zusammenkunft in Küßnacht den 10. stattfand.w ‘) Bd. X. S. 101 u 132.