Buch II. Kapitel 111.
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Versammlungen der katholischen Stände ein Beglaubigungs-schreiben mitzubringen, und nicht nur seien sie nicht mit Voll-macht versehen, sondern hätten dieselbe bei einem so hochwichtigenGeschäfte auch nicht übernehmen wollen. Ihre gnädigen Herrenhaben erwartet, daß Jhro Exzellenz über die eingegebene Denk-schrift eine Antwort ertheilen werde, die sie verlangen einzu-sehen.
Ihre Instruktion sei dahin gestellt, daß ihre Herren begehren,die Meinungen der übrigen Orte und die Antwort des Königszu kennen, und daß sie dann ihre Instruktion ertheilen werden.Es walten bei ihnen Gedanken ob, die gewiß nicht unzeitigseien. Die Zertrennung der Eidgenossenschaft sei eine gefährlicheSache, so daß ihre gnädigen Herren sich sehr darüber verwun-dern, daß bei diesem Bundesgeschäst die protestantischen Orte sosehr Übergängen wurden, daß sie nicht einmal dazu eingeladenworden seien. Man wisse nicht, wie es mit der Hülfe, welcheder König zugesagt habe, gemeint sei, und wenn bei dessen Lebennichts vollzogen werde, so sei nach dessen Tod wenig zu hoffen.Man hätte ihrerseits gerne gesehen, daß die Rückgabe vor demBundesschwur stattgefunden hätte. Der Herr Ambaffador habebis setzt die zwei Orte nicht dazu bereden können, und wollteman sie mit Gewalt der Waffen durchsetzen, so sei solches höchstgefährlich und bedenklich und könnte leicht dadurch ein Theil desLandes unter fremde Mächte kommen. Des Kaisers alte An-forderungen seien bekannt, und man könnte auch unter dem Ver-wand der Übermacht dem Kanton Bern die Landschaft Wadtentreißen und also die Eidgenossen in die Enge bringen. Daaber ihre gnädigen Herren und Obern es immer mit den an-dern Orten gehalten haben, werden sie sich auch nicht söndern,sondern sie haben wirklich den vorgeschlagenen Bund ratifizirt,und daher seien sie beglaubt, sie werden die nöthige Vollmachterhalten. Indessen wollten sie gebeten haben, daß man das