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Zweiter Band.
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Die Tagsatzung in Zolothnrn. i«>!»

angefangene Geschäft nicht stecken lasse und ihre Äußerungennicht übel aufnehme. (Zu mehrer Erläuterung der Gründe, welcheFreiburg bewogen, also zu handeln, geben wir in der Beilagedie Berathungen, die deßwegen in Freiburg stattfanden.) 90 )

Man sandte nun durch die beiden Stadtschreiber von Lucernund Solothurn an Se. Erzellenz den Bericht, daß außer Frei-burg alle Gesandten mit Vollmachten versehen seien, und manwünsche, daß Se. Erzellenz ohne Berücksichtigung dieses Man-gels die Unterhandlungen fortsetze, worauf der Ambaffador er-wiederte: Seine zweijährige und jedesmalige Arbeit sei stets zumBesten der Katholiken geschehen. Er sei geneigt, mit der Unter-handlung fortzufahren, ungeachtet die freiburgischen Gesandtenihre Kreditive und Vollmachten noch nicht erhalten haben; dochkönne er von den wichtigsten Punkten, die er dem König über-schrieben und die von den löblichen Orten angenommen seien,nichî abweichen.

Nachmittags beriethen sich die Eidgenossen wieder ernst undlang über die Punkte, welche in dem Hauptreversbrief solltenenthalten sein, und wie er könnte abgefaßt werden zu sichermTrost der löblichen katholischen Eidgenossenschaft; das Ergebnißwurde dann durch obbcmeldete zwei Stadtschreibcr dem Ambassa-dor überbracht, mit der Bitte, daß er doch das Interesse derKatholiken sich immer angelegen sein lasse.

Den 30. April verfügte sich die ganze Versammlung der eid-genössischen Boten zu dem Ambassador, welchem der SchultheißFleckenstein eröffnete, daß man sich bereits über den Reversbriefund andere Punkte berathen habe. Hierauf erwiederte derAmbassador: Es sei ihm erfreulich, zu vernehmen, daß sie mit

,0 ) Nr. LIV. Es erweist sich daraus, daß der Rath von Freiburg mehrsein eigenes als das Interesse der Eidgenossenschaft im Auge hatte undnicht so handelte, wie man es nach den edeln Aeußerungen seiner Ge-sandten hätte erwarten sollen.