Berichte des St. Saphorin an den Wienerhvf.
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Handlungen mitgetheilt worden ist, welche in dem Protokoll ent-halten sind, wovon oben ein Auszug gegeben wurde. 98 )
Während dieses in der katholischen Schweiz vorgieng, ver-suchte der Graf dü Lüc eine Intrigue mit Bern und den re-sormirten Kantonen. Denn indessen die katholischen Stände mitihrem Bunde mit Frankreich so geheim thaten, hatte der Grafschon im März einem Mitgliede des Raths von Bern den Bundmitgetheilt, welches dessen Inhalt dem General von St. Saphorin 'eröffnete. Dieser theilte ihn dem Grafen Sinzendorf mit undmeldete ihm ferner schon den 2. April, daß die katholischen Kan-tone gerne auch den Abt von St. Gallen darin begriffen hätten,aber der Graf dü Lüc habe nicht einwilligen wollen, indem ersage, seine Staaten müssen dazu dienen, die Entschädigungenzu bilden und die Schweiz zu vereinigen. Er habe so gesprochen,als ob er sicher sei, daß die gute Harmonie zwischen Sr. Ma-jestät dem Kaiser und den reformirten Kantonen niemals könne ' »hergestellt werden, und dieses sei die Grundlage, auf welche erseinen Plan baue. Der General glaube aber, daß man, wennman sich geschickt benehme, diese Plane könne scheitern machen;er wünsche aber, daß man keine Schritte thue, bis er die Ehregehabt hätte, Sr. Exzellenz Alles mündlich umständlich zu er-örtern. Aber schon den 19. April schrieb der General wiederan den Grafen Sinzendorf, daß er, wenn er wirklich Befehlerhielte, nach Wien zu gehen, bezweifle, daß es wohlgethanwäre, bevor man werde entdeckt haben, wohin die Unterhand-lungen des Herrn von Clausüre mit Bern zielen. Dieser fran-zösische Resident in Gens M nach Solothurn berufen worden,sich mit dem Grafen dü Lüc über die Art zu verständigen, wieer den Bernern den Beitritt zu dem Bunde antragen solle. DerGeneral sagt dann, es wäre besser, daß er schon in Wien ge-
Beil. Nr. LV11.