Berichte des Zt. Saphorin an den Wicncrhof. 487
fett, allen löblichen protestantischen Kantonen die Anzeige zumachen, daß er den 9. dieses Monats auf Befehl seines Königseinen Bund mit den katholischen Ständen erneuert habe. Erfinde sich aber durch das besondere Vertrauen, das er zu Bernhabe, und durch die Pflicht, zu der er sich bekenne, ihnen be-sonders ergeben zu sein, veranlaßt, sich zuerst an sie zu wendenund sie zu versichern, daß der König keinen andern Zweck habe,als das Glück der ganzen Schweiz und die Vereinigung allerTheile derselben, ohne welche die Republik unmöglich bestehenkönne, zu befördern. Er könne nicht daran zweifeln, daß derStand Bern, dessen Klugheit und weise Regierung so wohl be-kannt sei, es auch einsehen werde, daß dieser Schritt einzig denredlichen Gesinnungen Sr. Majestät und ihrem Eifer für dieErhaltung einer Ration, die dem König so lieb sei, und derenErhaltung selbst für seine Monarchie nothwendig sei, müsse zu-geschrieben werden. Wenn sie die nämlichen Ansichten hegen,so werde es ihnen gefällig sein, ihm ihre Ansichten mitzutheilen,und ob es ihnen angenehm sein würde, von Allem, was sichzugetragen, Kunde zu erhalten. Er werde ihnen ungesäumt denHerrn de la Martiniere zusenden, der ihnen Alles umständlicherwerde erklären können, als es in einem Brief geschehen könnte;denn er verlange nicht, daß sie sich auf sein Wort verlassen,noch daß sie zu irgend etwas beistimmen, bevor sie nicht reiflichdarüber nachgedacht haben und die Sache vollkommen kennen.
Er würde sich glücklich schätzen, wenn er sie noch vor seinerAbreise von seinem Eifer für Alles, was ihr Glück und ihrenRuhm befördern kann, überzeugen könnte. ,00 )
Als ihn aber Bern hierauf den 3. Brachmonat bat, allenevangelischen Ständen diese Mittheilung zu machen und darüberAuskunft schriftlich zu geben, antwortete er am nämlichen Tage,
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