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Buch il. Kapitel »I.
er habe dieses Begehren dem Hofe mitgeheilt und erwarte dessenBefehle darüber.'"') Den 19. Brachmonat 1715 verreiste derGraf dü Lüc nach Wien und hinterließ den Herrn de la Mar-tiniere als französischen Geschäftsträger . ,os )
Sehr beachtenswerth ist nun das Urtheil, welches der großeund unparteiische Staatsmann, der Prinz Eugen von Savoyen,in einem Schreiben vom 3. Brachmonat 1715 an den Grafenvon Trautmannödorff über diesen Bund ausspricht.
„Der Graf Sinzendorf hat in der gestrigen Konferenz die„Papiere zur Kenntniß gebracht, die Ew. Erzellenz in Hinsicht„auf die zwischen Frankreich und den katholischen Schweizer-„Kantons zu Stand gekommene Erneuerung des Allianztraktats„vom 9. Mai eingeschickt hatten. Blos der mit Ihnen seit„mehrern Jahren unterhaltenen Freundschaft wegen glaube ich„schuldig zu sein, Ihnen meine Meinung, wohin es in dieser„wahrhaft schiefrigen Sache am Ende hinausgehen möchte, ins-„besondere zu eröffnen. Frankreich, wie Sie selbst sehr richtig„urtheilen, scheint im Kleinen mit den katholischen Kantons das„nämliche Spiel vorzuhaben, wie es die Karte ehedessen zur„Zerrüttung Deutschlands durch den Religionskrieg und den„Westphälischen Frieden mischte. Es will sich setzt, wie ich es„einsehe, seiner Parthie durch die katholischen Kantone versichern,„um in einem günstigen Zeitpunkte mit diesen die protestantischen„Kantons und dann die ganze Schweiz, als die bisherige Bar-„riere gegen Deutschland, über den Haufen zu werfen. Der„Kaiser kann bei den dermaligen Umständen, da uns sehr wahr-„scheinlich ein Krieg gegen die Pforte bevorsteht und der Krieg„gegen Spanien noch nicht geendigt, auch die verdrießliche Sache„wegen des Barriere-Traktats mit Holland unerledigt ist, sich
--») Exc. Bd. V. S. 159.Flaffan IV. 590.