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Buch ». Kapitel III.
die Bestätigung des Alten wollen, ohne die Verschiedenheit derZeiten in Anschlag zu bringen.
Vor ein paar hundert Jahren hatte die Schweiz keinen an-dern Erwerb, als den Militärdienst, daher eine große Masseseiner Einwohner um so eher kriegslustig war, weil die Kriegeschnell endigten und sie bald mit reichem Sold, schwerer Beuteund mit Ruhm bedeckt ins Vaterland zurückkehrten. Dennochward die Anzahl der zu liefernden Soldaten niemals auf 16,»00bestimmt, sondern wenigstens auf 6600 und höchstens auf 16,000.
Nun aber war schon 1663 und in noch größerm Maße imJahr 1715 der Zustand der Schweiz und Frankreichs sehr ver-ändert. In diesem Reich war nun ein stehendes Heer errichtet,in welchem beinahe beständig 16,000 Schweizer dienten, derenSold so sehr vermindert war, daß sie nach langem Dienst nurarm ins Vaterland zurückkehrten, und da in mehren Kantonender industrielle Erwerb sich vermehrt hatte, so fiel die Last derWerbungen auf einen kleinern Theil der Schweiz, und 1715die Lieferung der versprochenen 16,000 Mann ganz nur aufdie katholischen Kantone. Da aber der Bauer sah, daß er beidem Kriegsdienst nicht nur keinen Nutzen, vielmehr Einbußehatte, bleibt er lieber im Land und der Offizier findet nur leicht-sinnige und liederliche Leute anzuwerben; zudem, da schon16,000 Mann in französischen Diensten stehen, so wären dann32,000 Schweizer hingegeben, von dem König auf die Schlacht-bank geführt zu werden.
Nicht weniger bedenklich findet der Verfasser dieser Bemer-kungen den 5. Art., der zwei verschiedene Gegenstände erwähnt.Erstlich verspricht der König den Eidgenossen allen möglichenBeistand, wenn sie angegriffen werden, und zweitens bei innernStreitigkeiten will er vermitteln, den Ungehorsamen mit Gewaltzwingen und Garant sein für die Traktate, die errichtetwürden.