Wegen Uri und Anhänglichkeit der üdrigen itatholike-i. 3^-i
werde daraus ersehen, daß die Deputirten des Bischofs vonBasel mit wenig Erfolg zurückgesandt worden seien. Wahrschein-lich werden die Berner nach Vollendung ihrer Musterung eineTruppenabtheilung in das Münsterthal schicken. Wenn dann diekatholischen Kantone ihn ersuchen, sich bei Bern zu verwenden,so werde er trachten, ihnen begreiflich zu machen, wie unnützein solcher Schritt wäre, und sich erst an Bern wenden, wenner glauben würde, es durchaus nicht mehr abweisen zu können. 5î )Den 18. Mai berichtete er dem König, daß die verwittweteKaiserin den Schweizern den Tod des Kaisers angezeigt habe;daß er aber nicht erwarten solle, daß sie dieses Ereigniß ihremInteresse gemäß benutzen werden. In allen seinen Briefen habeer dem Könige schon längst kund gethan, daß die herrschendePartei in Bern es immer mit England und Holland halte. Erkönne also darauf rechnen, daß die protestantischen Schweizer sogesinnt sein werden, wie man in London und Amsterdam gesinntsei; hingegen wissen die Katholiken, daß ihr Heil einzig vondem Schutze des Königs abhänge. Aber da ihr Regierungs-system nicht so fest sei, wie das der Ketzer, so machen die Par-tikularen, welche Kredit besitzen, die Waagschale auf diejenigeSeite sinken, wohin ihre Neigung und ihr Partikularinteresse eserheischt. Deßwegen könne der König nie einen Plan für dieZukunft entwerfen, während seine Feinde auf die ihnen ergebenePartei zählen können. Für jetzt könne er zwar auf alle katho-lischen Kantone zählen, Uri ausgenommen; dieses schwanke, weildie österreichische Partei dort stärker sei, als an andern Orten.Der König werde aus dem Briese des Markis Beretti ersehen,wie dieser den Kanton Uri beurtheile, und die Randglossen desAmbassadors werden ihm seine Ansichten entwickeln. Er rechnedie 500 Livres, die man sich vornehme, auszugeben, für nichts,
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