Buch II. Kapitel IV.
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und er wünschte vielmehr von der Aufrichtigkeit Derjenigen über-zeugt sein zu können, welche die Gnaden des Königs erhaltenwerden. Den Erfolg und ob der Markis von Beretti richtigsehe, werde er an der nächsten Tagsatzung beurtheilen können. 23 )
Den 25. Mai schrieb er wieder dem König: Der letzte Artikelder Denkschrift, welche sein Sekretär aufgesetzt habe, werde Se.Majestät bestätigen, was er schon gemeldet habe, daß die Parteivon Willading ernstlich darauf denke, den Bund, welchen dieprotestantischen Stände mit dem König haben, aufzuheben, umsich ganz mit den Generalstaaten zu verbinden. Sollte der Königwünschen, dieß zu hindern, so sehe er dieß zwar nicht als un-möglich an; aber es wäre nöthig, die Sache an der Wurzelanzugreifen, und Bern in Bern selbst zu überwinden. Dennwenn die Gutgesinnten nicht unterstützt und gestärkt werden, sowerden sie ohneanders nachgeben, und wenn einmal der Rathoder die Zweihundert eingewilligt hätten, so würden ihm un-fehlbar alle protestantischen Kantone folgen. Er habe so oft dieFreiheit genommen, Sr. Majestät Vorstellungen deßwegen zumachen, daß es den Anschein hätte, als lasse er es an der schul-digen Ehrfurcht ermangeln, wenn er darauf zurückkäme. Se.Majestät wisse, daß die meisten Schweizer sich nur durch ihrInteresse bestimmen lassen, und daß sich die Erleichterungen oderdie Schwierigkeiten der Unterhandlungen darnach richten, obman viele Zufriedene oder Unzufriedene finde. Er sei keinSchweizer, und es wäre ihm sehr leid, nur eine Viertelstundein diesem Land bleiben zu müssen, wenn er dem König nichtmehr nützlich sein könnte. Er bitte also den König, ihn alseinen Mann zu betrachten, der unfähig sei, die Wahrheit zuverbergen.
Bd v>. S. 183.