548 Buch II. Kapitel IV,
träger von England, besucht, und ihn im Namen ihres Herrnum seinen Schutz gebeten. Wäre nun der Prälat dabei stehengeblieben, so würde ihn der Ambassador immer noch alsSchweizer, freilich als einen gegen den König schlecht gesinnten,ansehen; aber seit dem Tode des Kaisers hänge er sich ganzan den Grafen Trautmannsdorff und gebe ihm den Titel Am-bassador des Königs von Spanien, was kein Schweizer thundürste. Die mit Mailand verbündeten Kantone anerkennen denEnkel Sr. Majestät als König, und die übrigen Kantone gebenihm ebenfalls den Titel König von Spanien; den Andern nennensie nur König Karl, weil er König von Böhmen ist.
Er vermuthe, der Bischof von Basel und sein Kapitel genießennur ihre großen Einkünfte im Elsaß, weil sie Schweizer seien;wenn sie es aber nicht mehr sein wollen, so würde eö der Königvielleicht billig finden, ihm seine Empfindlichkeit zu zeigen.
Sollte Se. Majestät es angemessen finden, hierüber einen Be-schluß zu fassen, so bitte er ihn, seine Befehle so zu geben, daßer vor der Vollziehung die beiden Religionen davon in Kennt-niß setzen könne.
Die Protestanten werden es gerne sehen, und die Katholikenwerden eingestehen, daß Se. Majestät mit Recht über ihn er-zürnt fet. 3a )
Den 22. Brachmonat berichtet der Ambassador dem Markisvon Torcy, daß St. Saphorin den 9. durch Stuttgart gereistsei, wahrscheinlich , um nach dem Haag zu gehen. Wenn ereinen Korrespondenten in Holland hätte, so wäre es gut, die* Schliche dieses Spitzbuben zu erforschen, und er würde ihnbitten, sie ihm mitzutheilen, damit er bei Gelegenheit in Berndavon Gebrauch machen könnte. 33 )
Bd. VI. S. 250.33) Bd. vi. S. 272.