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Zweiter Band.
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Feindselige Äußerungen des Grafen gegen Bern. 551

Frankreich ließ in diesem Jahre das neue Salzwerk tu Berdurch einen gewissen Gaignonville besichtigen, was dem Ambaffa-dor wieder Anlaß gab, in einem Briefe an Desmaretz vom26. Weinmonat sich feindselig über Bern zu äußern und Be-sorgnisse auszusprechen, die von Unkenntniß und Übelwollenzeugen. Er sagt, die Berner haben so viel Geld, daß sie nichtwissen, wo dasselbe aufbewahren; sie betrachten es also nicht alseine Ausgabe, was sie unter das Volk vertheilen, so daß manannehmen muß, eine Million Nebenausgaben werde sie nichtabhalten, die Fabrikation des Satzes fortzusetzen, und wenn esihnen gelinge, die Mine zu finden, was wahrscheinlich sei, sowerden sie die ganze Schweiz mit Salz versehen; ja es sei zubefürchten, daß sie durch Schleichhandel die französischen Grenzendamit versehen werden. 39 )

Das erste Schreiben des Ambassadors im Jahr 1712 ist vom4. Jänner an den Finanzminister Desmaretz. Es freue ihn,,daß er es billige, daß die unbescheidenen Vorschläge, die manin Bern seinem Sekretär gemacht habe, abgewiesen werden.

Er müsse ihm sagen, daß die Gutgesinnten, obschon nicht inkleiner Anzahl, doch außer Stand seien, ihrem Vaterland zudienen und die Gerechtigkeit zu unterstützen. Der SchultheißWillading, der seine Kreaturen habe und im Rathe ent-scheide, wolle, daß ein Mann ohne Vermögen, der seinen Namenträgt, die Tochter von Castan heirathe, und deßwegen koste esihn nichts, ungerecht zu sein und dem König einen neuen, starkenAnlaß zur Klage zu geben. Denn wenn man sich nicht täuschenwolle, so könne man an den Fingern herzählen, daß von 300Personen, die über dieses Geschäft richten sollten, 220 unterdem Vorwande, daß die einen Offiziere in französischen Dienstenund die andern ihre Verwandten seien, werden austreten müssen.

3 y Bd. vu. S. 2.