Bericht über eine Sendung nach Solothnrn.
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Die Berichte von Bern, anf welche der General St. Saphorinhindeutet, beziehen sich darauf, daß die Friedenskommission inAbwesenheit des Schultheißen Willading durch eine Intrigueveranlaßt wurde, den Herrn Karl Thormann nach Solothurnzu schicken, mit dem Auftrag, den listigen Ambassador über seinewahren Gesinnungen auszuforschen, die unbegreiflicher Weise,wie eS scheint, von der Kommission noch nicht deutlich erkanntwurden. Nachdem Thormann Bericht erstattet hatte, trug ihmdie Kommission aus, in seinem eigenen Namen dem Ambassadorzu schreiben, was auch den 12. Herbstmonat geschah, worauf erfolgenden Brief vorn 1. Weinmonat erhielt.
Er habe die Beantwortung des Briefes von Thormann ver-zögert, wolle ihm aber jetzt ganz offen den Grund anzeigen, derihn verhindert habe. Se. Majestät habe von ihm Aufschlußbegehrt über seine Schritte in Bezug auf die Interessen derlöblichen Kantone und ihm berichtet, daß der Kanton Bern ausdiesen Schritten Mißtrauen geschöpft, sich deßwegen an dieKönigin von England gewandt und sie um ihre guten Offiziengebeten habe, damit der König sich nicht in die Zwiste derNation mische.
Er werde daher leicht einsehen, daß er habe stille stehen undalle seine Ideen aufgeben müssen, obschon er sie für nützlicherfür den Kanton Bern als für irgend einen andern halte, indemer dabei Vieles auf das Spiel setze. Nach seinen schwachenEinsichten wäre es wichtig für die Regierung von Bern, ohneVorurtheil den jetzigen Zustand der Schweiz zu untersuchen, ober nach ihren Ansichten passend sei. Sie haben recht, denSt. Saphorin zu beauftragen, daß er trachte, daß Niemand sichin die schweizerischen Angelegenheiten mische; aber wenn es wahrsei, daß die Vereinigung der Gemüther eine für die Erhaltung