Band 
Zweiter Band.
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Fundament diese Artikel beruhen, dann die nöthigen Maßregelnberathen helfen und das Resultat ihren Herren und Obern schnellzu Abfassung neuer Instruktionen mittheilen.

Alle Orte waren einig, daß man fest zusammenhalten, treueinander helfen und sich auf alle Fälle hin gefaßt machen solle.Als aber Bern begehrte, man solle sich erklären, mit welcherMacht jeder Kanton helfen wolle, erklärten die einen, daß sienicht darüber instruire seien; andere äußerten, daß die Stärkeder Hülfe von den Umständen abhänge; Glarus und Appeuzelkstellten vor, daß, wenn sie jetzt außerordentliche Maßregeln nehmenwollten, daraus besorgliche Bewegungen erfolgen könnten.

Hierauf schlug Bern vor, daß neben dem Gebet zu Gott umseinen Beistand jeder Kanton sich in Bereitschaft setze, nachMöglichkeit dem nothleidendcn beizustehen. Vorzüglich aber seidie Meinung seiner Obrigkeit, daß diese „Attentate" bei Anlaßdes Bundes von Solothurn geschmiedet worden seien; da aberdurch den Tod des Königs das Blatt sich nun gewendet habe,und nach allen Berichten der Regent günstig für die Schweizgestimmt sei, so wäre es nun nützlich, eine Gesandtschaft vonzwei erfahrnen Staatsmännern nach Paris zu schicken, denenman den Auftrag gäbe, das Bedauern darüber zu äußern, daßdie katholischen Kantone, anstatt den Frieden von Aarau getreuzu befolgen, sich immer bemühen, widrige Eindrücke gegen diezwei Stände zu bewirken, um dadurch die Rückgabe des abge-tretenen Gebietes zu erzwingen, während doch die evangelischenStände, wie es der Graf dü Lüc selbst bezeugen könne, Allesgethan haben, was der Aarauer Friede und die Bünde vonihnen fordern. Wenn also widrige Berichte gegeben wordenseien, so möchte man ihnen keinen Glauben beimessen, im Gegen-theil möchte man die Versicherung genehmigen, daß die evange-lischen Stände es sich zur Pflicht machen werden, alle ihre Ver-pflichtungen gegen Frankreich treu zu halten.