Band 
Zweiter Band.
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Bemerkungen.

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zur Theilung der Schweiz zu unterstützen. Aber da sein Hofselbst diesen Planen kein Gehör gab, so fand Österreich auchnicht räthlich, darauf einzugehen.

Durch seine Rachsucht brachte es der Gras dü Luc dahin,Frankreich und die Schweiz einander zu entfremden, die dochdurch ihre Lage und gegenseitiges Interesse, so wie durch denGeist beidseitiger Nationen selbst berufen sind, in freundschaft-lichen Verhältnissen zu leben. Er giebt uns aber auch die Lehre,wie viel ein Gesandter vermöge, wenn er gegen eine Nationübel gesinnt ist.

Wenn der Einfluß dieses Diplomaten schon so nachtheilig fürFrankreich wirkte, so war er noch nachtheiliger für die Schweiz,und ganz besonders für die katholische, weil er in ihr das Ge-fühl für das Wohl des allgemeinen Vaterlandes schwächte, wonicht auslöschte, und Nachsucht und Haß gegen ihre Verbündetenanfachte.

Wahr ist es, daß sie schon vorher sich einbildeten, die evan-gelischen Kantone hätten keinen andern Zweck als den, die ka-tholische Religion zu unterdrücken und die demokratischen Kan-tone zu beherrschen. Die Bündnisse, welche sie gegen die Refor-mirten mit Spanien, Mailand, dem Bischof von Basel undunter sich durch den sogenannten goldenen Bund abschlössen,zeugen genugsam dafür. Der Graf dü Lüc, anstatt diese Miß-stiinmuug zu vermindern und zu trachten, durch Beilegung derToggenburger Streitigkeiten die Parteien zu nähern, benutztevielmehr sorgfältig jede Gelegenheit, sie weiter von einander zuentfernen und sie endlich zum Krieg anzutreiben. Als sie aberin diesem so sehr ins Gedränge kamen, daß es nur an Zürichund Bern stand, Lucern, Schwpz und Zug zu besetzen, die Siegerjedoch unter gemäßigten Bedingungen den Frieden anboten, riethder Graf selbst zur Annahme desselben, benutzte ihn aber danndazu, neuen Eifer, Feindschaft und Rache gegen die evangelischen