Band 
Zweiter Band.
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sind, hatten: Zudeme die Catholischcn und mit uns verbündetenFürsten für sich selbs mehr alß genug zu thun gehabt; der Hr.Nuntius allzeit mit vollem mund, doch mit lähre Händen,uns hilf verheißen und allso nichts mehr übrig bleibe, alß einzigund allein die Hoffnung zu Gott, aber nur diejenige gemeineHoffnung, die uns lehrt auf Gott trauen, aber ihne nicht ver-suchen, laut der Evangelischen Erinnerung (Luc. 14, 31. 32.)So dein feind in dem Anzug wider dich ist rc. zu dem wurdees ja übersiüßig seyn Ihre Heiligkeit zu berichten, daß die VCatholische Orthe kaum den Halben Theil d. Kleinen Arméeunßrer feinden außmachcn. Was wollen wir nun sagen? dasist d. singer Gottes geweßen, von welchem wir die Geyßel seinesZorns, die dannoch ganz nicht zu vergleichen ist mit der schwehreunßrer Sünden, den Friden aber, den uns der gegenwertigeanlas und Zustand, in welchen wir gerathen, ein bittere Kelchzubringet, trinken wir, wie wol ungern, zwahr mit momilleier-tem, aber doch nicht mit gebrochnem gemüth, und werden alleZeit, bey allen anläßen, und zu allen Zeiten, nach allen unßernstrafften, dem Schauwplaz der ganzen welt zeigen unßre forchtGottes, den gehorsam gegen den H. Stuhl, und unßere Liebegegen dem Vadterland, der Catholischen Religion, der Ehr unßrerAltfvrderen, und der Hoffnung unßrer Nachkömmlingen schuldig.

Wann wir nun so weit gerathen, so bitten wir E. Heiligkeitauf das allerdehmüthigeste, und verlaßen uns auf Ihre gütig-keit, daß Zhr Heiligkeit nun gnädigst zu verordnen geruhenwollen, daß uns, auß denen Clöstercn unßers Gebieths, derenPrælaten alljährlich eine große Summa gelts verschwenden, undmit unnöthigem Pracht, und allzukostlichen gebäuwen ein ge-wüßer theil ihrer jährlichen Einkünfften, zu einem geschenk zu-geeignet werde, unßern geschwächten gemeinen Sekel dardurchzu crquiken, und die ausgaben um etwas zu ersezen, vnd daßauch von denen feißteren Pfründen so hinkonfftig ledig werden,