126
auf welchem sie gestanden, als Feld zu bearbeiten, einTheil des zcither als Feld benutzten aber von neuemmit Holz Zu bepflanzen:c.
2 ) Die Lehden und Äiehhuthungen betreffend.
Selbst der beste Boden, wenn er lange Jahre un-beackert und unbeschattet liegt, vcrangert, und über-zieht sich nach und nach so mit Moos, daß ct nur eineganz unbedeutende Viehweide giebt, wie dies die soge-nannten Lehden und Tristen so vieler Communen undnamentlich die hier zunächst gelegene Lindigtlehde hinläng-lich beweißt.
Wie viele tausend Scheffel Getreide waren z. B.nur in Sachsen mehr zu gewinnen, wenn dergleichenLehden zum Fruchtbau gezogen würden. Von dieserWahrheit ist ma» gewiß hinlänglich überzeugt, wohlaber auch von den Schwierigkeiten, welche diesem sowünschenswerthen Zwecke entgegenstehen; denn wer hatnicht schon die Erfahrung gemacht, daß selbst das aner-kannt Gute so oft unausgeführt bleibt, wenn mehrereInteressenten dabei im Spiele sind!
Einen Beweis hiervon giebt die schon erwähnteLindigtlehde. Jeder Huthungöberechtigte giebt nämlichzu, daß sie bei dem sehr guten Boden, als Feld benutzt»einen weit höher» Ertrag gewähren würde, als jetzt,wo sie eine schlechte Weide giebt; über demohngeachtetbenutzt man sie als Huthung fort, ob sie gleich immermehr und mehr verödet, weil sie das Ritterguth Mutz-