Band 
Sechster Band.
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Kap. 15. Von der Perſpektiv. 49

linie B B den Augenpunkt A nach Belieben: und nehmet B B zu den beyden Diſtanz-punkten an. Ziehet von Cund D Linien nach dem Augenpunkte A, ſo geben ſich diebeyden Abſchnittslinien CA und AD. Geſetzt nun man theilte CD in zehn gleicheTheile, ſo ſollte der Diſtanzpunkt noch einmal ſo weit entfernt ſeyn. Damit aber gleich-wohl der Punkt nicht auſſer dem Papier oder Gemaͤlde genommen werde: ſo theiletman auf der Linie C D 20. gleiche Theile ab, ſie moͤgen ſo groß ſeyn als ſie wollen nurmuͤſſen ſie nicht uber CO hinausgehen. Darauf ziehet man aus dieſen Theilungs-punkten Linien nach B, welche die Linie A C durchſchneiden. Dieſe Theile der LinieA Q trägt man auf A D. Zieht durch dieſe Theile Parallellinien mit C, welche dieerſtern 10. Theilungslimen alle durchſchneiden, ſo ergiebet ſich der in lauter perſpecti-viſche Quadrate abgetheilte Fußboden, und bekommt ein angenehmes Verhaͤltniß.

In der 16 Figur iſt der Augpunkt zum Unterſchiede am Ende der Linie in A undder Diſtanzpunkt am andern Ende geſetzt. Die Grundlinie iſt in g. Theile getheilt, unddieſelben nach A gezogen. Theilet ferner C D in 16. Theile, und ſchneidet ſolche aufder Linie A0 ab, in dem ihre Linien aus dieſen 16. Theilpunkten nach B ziehet. Ma-chet wieder wie vorher aus dieſen Abſchnitten Parallelen, welche die acht Linien ſo nachA lauffen, durchſchneiden, ſo habet ihr den Boden CE GH. Will man ſolchen ver-groͤſſern, ſo richtet man ſich ferner nach dieſer gegebenen Regel.

Es iſt bisher gezeigt worden, wie man einzelne Koͤrper perſpektiviſch abreiſſe: wirwollen noch einige Anleitung geben, wenn mehrere Koͤrper auf demſelben Gemaͤlde vor-zuſtellen ſind, wie alsdenn muͤſſe verfahren werden. Man kann die Groͤſſe eines Men-ſchen, oder eines jeden Gegenſtandes nach dem Orte, wohin ſolcher geſtellt wird, beſtim-men, wenn man die oben bereits gegebnen Regeln dazu anwendet. Die 17. Figurwird dieſes beſſer erlaͤutern, wo die aufwaͤrts ſtehenden einzelnen Linien Menſchlicheoder andere Figuren andeuten, die nach ihrem Platze von verſchiedner Groͤſſe ſind.

E GV iſt die Fundamental und 2 CX die Horizontallinie. O C die punktirteQuerlinie, auf welcher die unten gemachten Eintheilungen abgeſchnitten werden, wieoben gelehrt worden. An E. O ſieht man die Eintheilungen und Abnahme der gezognenParallelen e i iſt die Hoͤhe einer Staffel, ho einer andern, und u wieder einer andern,darnach ſich die ubrigen richten. bac dk iſt die Flaͤche eines perſpektiviſchen Quadrats,worauf bq pc und der ft errichtet, und die Hoͤhen des Wuͤrfels anzeigen. Die ge-rade Linie ag deutet die Hoͤhe eines Menſchen an, der mit dem Vorgrunde K G auf ei-ner Flaͤche aber 23 Schuh zuruͤckſteht. y k iſt dieſelbe Hoͤhe eines Koͤrpers, der aberum ein paar Stuffen niedriger, und auch 23 Schuh entfernt geſtellt iſt. men iſt 5Schuh hoch und 29 Schuh von E GW entfernt, iſt niedriger als die s Schuh langeLinie 1s welche nur 8 Schuhe von der Fundamentallinie abſteht. Die von E O ge-rade aus punktirten Parallellinien ſind alle abgemeſſen, und zeigen die verſchiednen Hoͤ-hen der Stuffen, die Abnahme der Quadrate des Bodens, und uͤberhaupt alle Maa-ſen der Hohe des Koͤrpers an.

„Auf dem Fußboden der achtzehenden Figur ſind unterſchiedliche Perſpektiviſch ge-zeichnete in Cireul abgebildet; der eine gerade von vorne, zwey ſeitwaͤrts, und einerſchief liegend. Es kommt hier alles auf die acht Punkte hi2 3 K 42 an, durch wel-che der Eirkul h K 2 durchgehet, und von den Diagonalen bee, d f durchſchnitten wird.Zugleich geben ſich dadurch die Parallelen a e und o u, welche die Seite des Quadrats

in ſieben Theile theilen, ſo wie die Stuͤcke 1 k, 4 d, 3 c, 2 b. ein ſiebentheil der Dia-

onale ausmachen. Aus dieſen Punkten laͤßt ſich nach obigen Regeln, das Quadratg III. Hauptth. VI. Band. 2 8(G) 1 5 ins

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