Band 
Sechster Band.
Seite
83
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und anderer merkwuͤrdigen Perſonen aus dem Alterthume, ꝛc. 83

ſars nahmens Curio uͤber den haufen, und machte alle Feinde nieder. Nachdem aberPompejus nach der ungluͤcklichen pharſaliſchen Schlacht auch das Leben verloren,anderten ſich die Geſtalt der Sachen auf einmal. Er verband ſich zwar mit dem Scipio,15 0 aber beyde geſchlagen, und Juba beynahe ganzlich von ſeinen eignen Leuteng rlaſſen. Er faßte daher mit einem ſeiner Freunde Petrejus den Entſchluß, daß ſie

ch beyde einander das Leben nehmen wollten; und als er in dieſem Gefechte am Leben

05 und den andern erlegte, bat er einen ſeiner Bedienten ihn zu toͤdten, welchesuch geſchahe.

Iub a der Juͤngere.Eine ſilberne Muͤnze.

i Dieſer Juba war ein Sohn des vorhergehenden. Er hat die koͤnigliche Binde um pati5 Kopf; und man lieſet weiter nichts als Juba Rex darauf. Die andere Seite dieſerernen Medaille ſtellt einen Altar vor, worauf ein Thier liegt, das einem Krokodileicht: dabey ſtehen die Buchſtaben X. T. Zu den Seiten des Altars bemerkt man25 aume die Frucht tragen, und unter dem Altar die Zahl VII. Der junge Juba9955 das Haar gar nicht wie ſein Vater, oder auf mauritaniſche Manier; ſondern alsjun omer, worinn ihm die Unterthanen bald nachfolgten. Julius Caͤſar führte dengen Juba, nachdem er den Vater uͤberwunden, nach Rom. Plutarch hält ſeine45 angenſchaft fuͤr ein Gluͤck, weil er dadurch in Rom viele Kenntniſſe erworben, undn gelehrter Schriftſteller geworden. Plinius ſagt, man ſey ihm als einem gelehrtenaaanne mehr Achtung als in Anſehung ſeines Reichs und Standes ſchuldig. Auguſtatzte ihn, wegen ſeiner ruͤhmlichen Eigenſchaften, ſo hoch, daß er ihn aus der Ge-te Lenſchaft wieder in ſein vaͤterliches Reich einſetzte, ihm noch mehr Laͤnder einraͤum-

lin 105 ſo gar die Selene, eine Tochter des Antonius und der Cleopatra, zur Gema-

Demoſthenes.Ein Karniol.

b Einige haben geglaubt dieſer Kopf waͤre aus des Vrlini Imaginibus illuſtrium ge- platte0 mmen: Er iſt aber nach einer Gemme von Karniol des Belloni abgezeichnet. Weil„chts weiter als der Nahme Demoſthenes darauf ſtehet, ſo laͤßt ſich nicht beſtimmen,0 ger der beruͤhmte Redner, oder der athenienſiſche Hauptmann, deſſen Thucididesn unterſchiedenen Orten gedenkt, vorgeſtellt werde.

Rimetalcus.Eine Medaille von Bronze.

net Dieſer thraciſche Koͤnig Rhaͤmetalcus iſt nach einer Medaille von Bronze gezeich⸗ Platte10 r traͤgt eine koͤnigliche Binde, und umher ließt man Poπά ανν,] α BU.dem Reverſe ſteht das Bildniß Auguſts mit den kaum noch leſerlichen Buchſtabenmischen Ceſccgob. Dio berichtet uns, er habe das Reich durch den Schluß des röͤ-chen Raths erhalten. Er hielte es anfangs mit dem Antonius, verließ ihn aberachgehends und gieng zur Partey des Auguſts uͤber. Als er einmal uͤber der Tafel ſeinekrdienſte zu ſehr erhob, und dem August vorwarf, er hatte ſeiner Partey durch die-1 lebergang den Ausſchlag gegeben: hoͤrte Auguſt die Großſprecherey gedultig an:dit, Um aber doch einen heimlichen Verweiß, indem er zu einem der Gaͤſte ſagte: Pro-

dionem amo, proditorem vero non laudo.

(N 2 Saſer-