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Siebender Band.
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dem Cimabue, Taffi, Gaddi, Margariton und Giotto. 71

die hölzernen Tafeln mit ei igte ſolches mit Leim, uͤberfuhr ſolches nach-g n mit einem Tuche, befeſtigte ſolches mi Leim, uͤberf

ber mik geſottenem Leim, und uͤbermalte es. Man hält ihn fuͤr den Erfinder der Vergol-

dungen. Er ſtarb 1317. im ſieben und ſiebenzigſten Jahre. Seine Grabſchrift heißt:

Hic iacet ille bonus pictura MargaritonusCui requiem Dominus tradat vbique pius.

5. Giotto.

5 Giotto wurde 1276. zu Veſpigano unweit Florenz geboren, und huͤtete anfangs 8 1Schaafe Cimabue traf ihn einſtens an, wie er ein Schaaf ſehr natuͤrlich abzeichnetezund erbot ſich ihn nach Florenz zu nehmen, weil er ſeine Fahigkeit merkte. Giotto uͤber-1 einen Meiſter gar bald, verließ die damalige unſchickliche Manier der Griechen,nd wählte ſich eine beſſere. Er war hauptſaͤchlich geſchickt in Portraͤts, wovon das0 ldniß des Dichters Dante, der zugleich kein ungeſchickter Maler war, einen Be-bas abgab. Zu Aßiſi ſieht man im Franciſcanerkloſter merkwuͤrdige Gemaͤlde vonb n: Sie ſtellen die Tugenden vor, zum Exempel, ein Moͤnch der vor dem Sehorſam15 nd ſich ein Joch auf den Hals legen läſſet, das aber von Haͤnden aus dem Him-Mun die Höhe gezogen wird. Die Verschwiegenheit ſech, mit dem Finger auf demMunde, Chriſtum an, aus deſſen Seite Blut flieſſet; zur Seite ſtehen die WeisheitWe emuth, wodurch er anzeigen wollte, daß bey dem Gehorſam auch Demuth undS eisheit ſeyn muͤſſe, welche die guten Werke vollbringen helfen. Auf der andern. 5 der Kirche ſteht die Mäͤßigkeit, die ſich nicht durch die ihr angebotenen Kronen9 Palmen bewegen laͤſſet; zu ihren Fuͤſſen iſt die Reinigkeit, welche einen nackenden1 0 chen waͤſcht; bey der Keuſchheit ſteht die Reue, welche durch Zuͤchtigung die ver-ſoten und unreinen Gedanken ausjagt. Im dritten Gemaͤlde geht die Armut mithen un Füſen auf Dornen, neben ihr ſind ein paar Kinder, davon eines ſie mit 8dusgdaft, und das andre die Dornen mit emem Stabe auf ihre Fuͤſſe druckt; ſie 3f ach Chriſtum mit dem heiligen Franciſeus vermält. Das vierte ſtellt die Himmel-ahrt des Franciſeus vor. Zu Piſa malte er die Geſchichte Hiobs in ſechs verſchiedenenes melden; die Figuren in denſelben haben ganz gute Stellungen, den Geſichtern fehltnicht am gehoͤrigen Ausdruck, die Gewänder ſind artig, und weder unordentlich9 hart. Das Gerücht von des Giotto Geſchicklichkeit kam bis nach Rom, und derdebt Benedict der Eilfte hoͤrte ſo viel von gedachten Malereyen, daß er jemand an8 rt ſchickte um die Sache zu unterſuchen. Als dieſer die vortheilhaften Nachrich-90 betätigte, und einige Zeichnungen mitbrachte, ließ der Pabſt den Giotto nachd om kommen, und verſchiedene Sachen durch ihn verfertigen. Unter andern machte era8 Schiff mit dem Apoſtel Petrus auf dem Meer in Moſaick, welches noch in dem Gangelieg 0 Peterskirche zu ſehen iſt. Mit Clemens dem Fuͤnften gieng er nach Abignon, ver-Ke ihn aber nach einiger Zeit mit vielen empfangenen Belohnungen, und begab ſich zutheilt Robert nach Neapel. Der Koͤnig gewann den Maler theils wegen ſeiner Kunſt,to ls wegen ſeiner ſcherzhaften Einfälle lieb. Unter andern verlangte er einmal, Giot-er ſolle ihm ein Gemaͤlde von ſeinem Reiche und Unterthanen verfertigen. Der Kuͤnſt-t lern einen Eſel mit einem Sattel, vor demselben lag ein neuer Sattel wo-te n begierig roch, und auf jedem Sattel lag eine Krone und Scepter. Giotto zeig-0 arauf ſein Werk dem Koͤnige, und machte die Auslegung: der Eſel ſtelle die Un-erthanen, der Sattel das Reich vor, denn die Unterthanen waͤren immer begierig, ei-1 neuen Herrn zu bekommen. Zuletzt begab er ſich wieder nach Florenz, wo er von0 Stadt als Stadtbaumeiſter eine jaͤhrliche Beſoldung bekam. Auf ſeinem Grabeſte. Maria del Fiore wurde ihm eine Statue errichtet. Er ſtarb 1336. im ſechzig-n Jahre, Der zierliche Dichter Angelus Politianus machte ihm e