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Siebender Band.
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Simon di Siena, Angelo Gaddi, Andreas Orgagna. 72

8. Bonamico Buffalmaco.

Bonamico Buffalmaco ein Florentiner haͤtte fleißiger ſeyn koͤnnen, wenn er nichterblich viel Zeit m 9 Schwanken zugebracht, deren Boccaz einigeN ted Lehrer war Taffi. Ju Arezzo ſahe der Affe des Biſchofs ſeiner Arbeitte fel Kirche zu, und wie der Maler weg war, machte ſich dieſer daruͤber und beſchmier-0 bige. Er glaubte andre Maler haͤtten es ihm zum Poſſen gethan. Die Kir-

wurde bewacht, da man denn entdeckte, daß der Affe Schuld daran war.

8 Als er in einem gewiſſen jetzt nicht mehr ſtehenden Nonnenkloſter den Kindermord5 Herodes mit vieler Kunſt malte, und zugleich ſehr ſchlecht gekleidet gieng, erkundig-nic ie Nonnen, welche ihn nur fuͤr einen Geſellen anſahen, warum der Meiſterlber ſlhſt kame. Vuffalmaco hieng ihnen zum Poſſen einen ſchönen Mantelder einem Stuhl„ſetzte einem Waſſergeſchirr eine Muͤtze auf, ſtellte dieGbr zu der Arbeit hin, und kam nicht wieder. Die Nonnen guckten durch einen5 8 und glaubten von weitem den wohl geputzten Meiſter nunmehr ſelbſt bey dem Ge-e zu finden. Sie getraueten ſich aber nicht hinzuzugehen, bis ſie gegen Abend denwiede merkten, und folgenden Tages den Buffalmaco bitten lieſſen, er möchte doch ſelbſtte erkommen. Als ihm ein Bauer ſein Marienbild nicht nach Wuͤrden bezahlen woll-ſch paanderte er das Kind auf ihrem Arm geſchwind in einen Bären: woruͤber der Bauer6 5 etruͤhte, und bat: er moͤchte nur das Kind wieder hinſetzen, er wolle es gern be-bringt Wenn man die Gewaͤnder dieſes Malers, in hiſtoriſchen Bildern gehoͤrig an-ongt, ſo konnen ſie, zumal wenn man Geſchichte aus der damaligen Zeit vorzuſtellen hat,ilde ein gutes Anſehen geben. Er ſtarb 1340.qö

9. Lorenzetto.

viel 1 Ambroſio Lorenzetto, einem Schuler des Giotto und Laurati, weiß man nichtg als daß er zuerſt Stuͤrme und Ungewitter gemalt habe, und beſonders in Arbei-9 97 naſſem Kalck geſchickt geweſen ſeyn ſollz er war von Siena, ward wegen136 jundern Geſchicklichkeiten auch ein Mitglied des daſigen Rathes, und ſtarb umdern rey und achtzigſten Jahr; nachdem er ſich bis an ſeinen Tod praͤchtig in Klei-

gehalten, und eine bequeme Lebensart geliebt hatte.

10. Cavallino.

ein do ate Cavallino ein Roͤmer, begab ſich zu Giotto in die Schule, mahlte zu Aſceſi

age ones Crucifix, auf naſſem Kalk, daß es ohne Ungleichheit im Colorit, in einemBldſchnen t zu ſeyn ſcheinet. Er war auch geſchickt in moſaiſcher Arbeit, und anwelches een; wie ihm denn das Crueifix zu St. Paul auſſer Rom zugeſchrieben wird,wurde al mit der heiligen Brigitta geredet haben ſoll. Er lebte ſehr fromm, undim fünf ur einen Heiligen gehalten, arbeitete hauptſächlich ums Jahr 1364. Er ſtarbbegrabe 5 achtzigſten Jahr, und ward auſſerhalb der Stadt in jetztgedachter Paulskirche

ä nz man lieſet folgende Zeilen, die ihm viel Ehre machen, auf ſeinem Grabe,

Quantum Romanae Petrus decus addidit vrbiPictura, tantum dat decus ipſe Polo.

II. Simon von Siena.

weiten nun von Siena war ein guter Zeichner und von treflicher Erfindung. Seine puatte.Dichter beiten trift man in und um ſeiner Vaterſtadt Siena an. Der beruͤhmtedieſer 9. atrarch erwehnt ſeiner oft mit vielem Lobe, weil ſie ſehr gute Freunde waren.

ler, der ſehr gut nach dem Leben tra malte ſeinen Freund Petrarch und deſ-il. Sauptth. VII. Band. dem Leben tr 2 ſeinen F P ſen